„Tierisch gut“ – Aquarien und Terrarien effizient betreiben

30. January 2017 | Energiespartipps

Heizung, Beleuchtung, Filteranlage, Sauerstoffpumpe – Aquarien haben aufgrund ihrer technischen Ausstattung einen hohen Energiebedarf. Auch Terrarien machen sich schnell auf der Stromrechnung bemerkbar. Die gute Nachricht ist: Mit einigen Kniffen lässt sich der Stromverbrauch von Aquarien und Terrarien spürbar senken, ohne die Lebensbedingungen für die Tiere zu verschlechtern.

 

Umgebungstemperatur

Aquarien und Terrarien sollten am besten in einem warmen Raum aufgestellt werden, damit die benötigte Wasser- oder Terrarium-Temperatur besser gehalten werden kann. Denn je größer der Unterschied zur Raumtemperatur ist, desto höher ist auch der Energiebedarf für das Beheizen.

 

Wassertemperatur

Die Wassertemperatur bei Tropenfischen sollte zwischen 23 und 28 °C liegen, Diskusfische zum Beispiel benötigen 28 °C. Für die meisten Fische jedoch reicht eine Temperatur von 23 °C. Wird die Wassertemperatur im Aquarium nur um ein Grad Celsius gesenkt, können rund sechs Prozent Energie eingespart werden. Vor einer Änderung der Wassertemperatur sollte man sich jedoch unbedingt im Fachhandel beraten lassen.

 

Dämmung

Die größte Energieeinsparung erreicht man durch das Dämmen der Rückseite und des Bodens (wenn möglich) beispielsweise mit Styropor bzw. Styrodur; die Oberseite von Aquarien dagegen sollte nicht gedämmt werden. Verschönern lässt sich eine solche Dämmung etwa durch Dekofolien; von Spiegelfolien sollte man unbedingt absehen, da sowohl die Fische als auch die Tiere im Terrarium auf das Spiegelbild reagieren können.

Die technische Ausstattung von Aquarien und Terrarien bietet Stromsparpotenziale (Bild: panthermedia.net/ Stephan Kerkhofs).


Beleuchtung

Ein Aquarium bzw. Terrarium sollte zehn Stunden täglich beleuchtet werden, um einen tropischen Tag zu simulieren; dieser Zeitraum sollte aber keinesfalls durch Zeitschaltuhren o. ä. in Intervalle unterbrochen werden.

 

Je mehr Pflanzen sich im Aquarium befinden, desto höher ist die benötigte Lichtleistung. Moderne Bepflanzungen für Aquarien bestehen häufig aus Sumpfpflanzen, die besonders viel Licht benötigen. Werden im Aquarium weniger Pflanzen eingesetzt, kann auch die Lichtleistung reduziert werden.

 

Der Austausch der oft vorhandenen Leuchtstoffröhren gegen energiesparende LED-Lampen bringt allerdings kaum Einspareffekte: Eine 15-W-Leuchtstoffröhre entspricht in ihrer Lichtleistung ungefähr einer LED-Beleuchtung mit 13 Watt.

 

Filteranlage

Filteranlagen für Aquarien dürfen nicht abgeschaltet werden, da sonst die für den Abbau von Nitrit im Wasser notwendigen Bakterien sehr schnell absterben: Eine Abschaltdauer von 30 Minuten kann bereits ausreichen, um die Bakterien im Filter ungewollt abzutöten.

 

Sauerstoffpumpe

Extra Sauerstoffpumpen sind im Allgemeinen nicht notwendig: Die Wasserfilteranlage erzeugt eine Bewegung an der Wasseroberfläche, so dass dort genügend Sauerstoff aufgenommen werden kann. Sinnvoll ist eine Sauerstoffpumpe nur dort, wo sich die Wassertemperatur eines Aquariums unter Umständen auf mehr als 30 °C erwärmt (z.B. im Sommer in einer Dachgeschosswohnung); hier ist ggf. eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr notwendig.

 

Wärmelampe

In Terrarien mit wechselwarmen Tieren sollte an einer Stelle eine Temperatur von 50 °C herrschen, die mit Hilfe einer Wärmelampe erreicht werden kann. Je niedriger diese Wärmelampe platziert wird, desto geringer kann die Leistung der Lampe sein. Außerdem ist bei Terrarien auf eine ausreichende Belüftung zu achten.


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Autor: Tom Küster
Quelle: Deutscher Caritasverband e.V., Köln



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      Heizung, Beleuchtung, Filteranlage, Sauerstoffpumpe – Aquarien haben aufgrund ihrer technischen Ausstattung einen hohen Energiebedarf. Auch Terrarien machen sich schnell auf der Stromrechnung bemerkbar. Die gute Nachricht ist: Mit einigen Kniffen lässt sich der Stromverbrauch von Aquarien und Terrarien spürbar senken, ohne die Lebensbedingungen für die Tiere zu verschlechtern.

       

      Umgebungstemperatur

      Aquarien und Terrarien sollten am besten in einem warmen Raum aufgestellt werden, damit die benötigte Wasser- oder Terrarium-Temperatur besser gehalten werden kann. Denn je größer der Unterschied zur Raumtemperatur ist, desto höher ist auch der Energiebedarf für das Beheizen.

       

      Wassertemperatur

      Die Wassertemperatur bei Tropenfischen sollte zwischen 23 und 28 °C liegen, Diskusfische zum Beispiel benötigen 28 °C. Für die meisten Fische jedoch reicht eine Temperatur von 23 °C. Wird die Wassertemperatur im Aquarium nur um ein Grad Celsius gesenkt, können rund sechs Prozent Energie eingespart werden. Vor einer Änderung der Wassertemperatur sollte man sich jedoch unbedingt im Fachhandel beraten lassen.

       

      Dämmung

      Die größte Energieeinsparung erreicht man durch das Dämmen der Rückseite und des Bodens (wenn möglich) beispielsweise mit Styropor bzw. Styrodur; die Oberseite von Aquarien dagegen sollte nicht gedämmt werden. Verschönern lässt sich eine solche Dämmung etwa durch Dekofolien; von Spiegelfolien sollte man unbedingt absehen, da sowohl die Fische als auch die Tiere im Terrarium auf das Spiegelbild reagieren können.

      Die technische Ausstattung von Aquarien und Terrarien bietet Stromsparpotenziale (Bild: panthermedia.net/ Stephan Kerkhofs).


      Beleuchtung

      Ein Aquarium bzw. Terrarium sollte zehn Stunden täglich beleuchtet werden, um einen tropischen Tag zu simulieren; dieser Zeitraum sollte aber keinesfalls durch Zeitschaltuhren o. ä. in Intervalle unterbrochen werden.

       

      Je mehr Pflanzen sich im Aquarium befinden, desto höher ist die benötigte Lichtleistung. Moderne Bepflanzungen für Aquarien bestehen häufig aus Sumpfpflanzen, die besonders viel Licht benötigen. Werden im Aquarium weniger Pflanzen eingesetzt, kann auch die Lichtleistung reduziert werden.

       

      Der Austausch der oft vorhandenen Leuchtstoffröhren gegen energiesparende LED-Lampen bringt allerdings kaum Einspareffekte: Eine 15-W-Leuchtstoffröhre entspricht in ihrer Lichtleistung ungefähr einer LED-Beleuchtung mit 13 Watt.

       

      Filteranlage

      Filteranlagen für Aquarien dürfen nicht abgeschaltet werden, da sonst die für den Abbau von Nitrit im Wasser notwendigen Bakterien sehr schnell absterben: Eine Abschaltdauer von 30 Minuten kann bereits ausreichen, um die Bakterien im Filter ungewollt abzutöten.

       

      Sauerstoffpumpe

      Extra Sauerstoffpumpen sind im Allgemeinen nicht notwendig: Die Wasserfilteranlage erzeugt eine Bewegung an der Wasseroberfläche, so dass dort genügend Sauerstoff aufgenommen werden kann. Sinnvoll ist eine Sauerstoffpumpe nur dort, wo sich die Wassertemperatur eines Aquariums unter Umständen auf mehr als 30 °C erwärmt (z.B. im Sommer in einer Dachgeschosswohnung); hier ist ggf. eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr notwendig.

       

      Wärmelampe

      In Terrarien mit wechselwarmen Tieren sollte an einer Stelle eine Temperatur von 50 °C herrschen, die mit Hilfe einer Wärmelampe erreicht werden kann. Je niedriger diese Wärmelampe platziert wird, desto geringer kann die Leistung der Lampe sein. Außerdem ist bei Terrarien auf eine ausreichende Belüftung zu achten.

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