Was genau bringt eigentlich eine konkrete Stromsparmaßnahme?

11. May 2017 | Energie

Meistens sehen Verbraucher erst auf ihrer nächsten Stromrechnung, wie viel Strom sie durch eine bestimmte Maßnahme eingespart haben –  zum Beispiel durch abschaltbare Steckdosenleisten oder einen neuen, energieeffizienten Kühlschrank. Nicht so beim Stromfächer der EnergieAgentur.NRW: Er zeigt umgehend, wie groß der verbrauchssenkende Effekt einer Maßnahme zum Stromsparen ist. Der Stromfächer ist ein interaktives Diagramm zur regelmäßigen Verbrauchskontrolle, das dem Nutzer eine wöchentliche, visuelle Rückmeldung über die jeweils aktuelle Stromeffizienzklasse seines Haushalts gibt. Der Nutzer erfährt daher innerhalb kürzester Zeit, wie sich eine Sparmaßnahme auf seinen Stromverbrauch auswirkt.

 

Vom Stromspiegel zum Stromfächer

Grundlage des Stromfächers ist der im April vom Bundesumweltministerium und seinen Partnern vorgestellte, tabellarische Stromspiegel 2017, der es jedem Privathaushalt ermöglicht, sich anhand seines letzten jährlichen Stromverbrauchs einer Stromeffizienzklasse von A (grün) bis G (rot) zuzuordnen. Die Idee zum Stromfächer ist entstanden, als sich die EnergieAgentur.NRW mit Blick auf den Stromspiegel gefragt hat, wie sie interessierten Haushalten regelmäßige visuelle Rückmeldungen über ihre jeweils aktuelle Stromeffizienzklasse geben kann. Denn vor allem solche Rückmeldungen fördern die Motivation zum Energiesparen.
 

Stromspiegel 2017: sieben Stromeffizienzklassen für 20 Haushaltstypen (Quelle: www.stromspiegel.de)


„Unser Stromfächer ist eine Diagrammvorlage mit dem Farbfächer der Stromeffizienzklassen: Wenn der Nutzer seinen wöchentlichen Stromzählerstand einträgt, erhält er regelmäßig ein anschauliches Feedback zur aktuellen Stromeffizienzklasse seines Haushalts. Diese Rückmeldungen sensibilisieren ihn für den eigenen Stromverbrauch – und sie ermöglichen es, den Verbrauch bewusster zu steuern und zu senken“, erläutert Rocco Rossinelli. „Das Kontrollieren des Stromverbrauchs ist der erste Schritt zur Verbesserung der Stromeffizienz.“

 

Zum Haushaltstyp passende Diagrammvorlage auswählen

Analog zum Stromspiegel unterscheidet auch der Stromfächer in 20 Haushaltstypen, daher muss jeder Interessent zunächst die für ihn passende Variante der Diagrammvorlage auswählen (unter www.energieagentur.nrw/stromfaecher). Vom Grundprinzip her ist die Nutzung des Diagramms jedoch bei allen Haushaltstypen identisch; im Folgenden wird sie anhand des Haushaltstyps „Mehrfamilienhaus, 2-Personen-Haushalt, Warmwasser ohne Strom“ erläutert.
 

Die Diagrammvorlage des Stromfächers für 2-Personen-Haushalte im Mehrfamilienhaus ohne elektrische Warmwasserbereitung (Quelle: EnergieAgentur.NRW)


Stromzählerstand ablesen und Koordinaten in der Diagrammvorlage notieren

Der Nutzer startet seine Verbrauchskontrolle, indem er an einem beliebigen Tag den Stand seines Stromzählers abliest und dann in der Diagrammvorlage die fehlenden Koordinaten ergänzt:

  1. In die Leerstelle der Überschrift trägt er den Wochentag der Ablesung ein (hier: Montag).
     
  2. Am Schnittpunkt der beiden Diagrammachsen notiert er Datum und Zählerstand (hier: 06.02.2017 und 50.545).
     
  3. Außerdem ergänzt er auf der x-Achse (Horizontalachse) die Termine der 13 künftigen, wöchentlichen Zählerablesungen (hier: 13.02., 20.02. usw.).
     
  4. Schließlich trägt er auf der y-Achse (Vertikalachse) die fehlenden, vom abgelesenen Zählerstand abhängigen Werte ein; hierfür addiert er die angegebenen Hilfswerte (hier: +100, +200 usw.) zum ersten Ablesewert. [Der höchste Hilfswert an der y-Achse (hier: 775) entspricht dem Verbrauch, bei dem die Stromeffizienzklasse G beginnt (hier: 3.100 kWh) – denn ein Viertel dieses Jahresverbrauchs gilt für ein Vierteljahr.]
     

Der beispielhafte Stromfächer mit allen individuellen Koordinaten (Quelle: EnergieAgentur.NRW)


Die Diagrammvorlage ist jetzt auf die individuelle Situation des betreffenden Haushalts abgestimmt.

 

Stromzählerstand wöchentlich ablesen und in den Stromfächer eintragen

In den folgenden Wochen liest der Nutzer immer am selben Wochentag (hier: Montag) seinen Stromzählerstand ab und markiert die Zählerstände über dem jeweiligen Datum im Stromfächer. So erhält er bereits nach einer Woche (!) die erste Rückmeldung darüber, wie stromeffizient sein Haushalt zum aktuellen Zeitpunkt ist.

 

Der besondere Clou dabei: Die verbrauchssenkenden Effekte einer Energiesparmaßnahme – wie etwa das Nutzen von abschaltbaren Steckdosenleisten oder der Kauf eines energieeffizienten Neugeräts – werden sofort sichtbar. Man erfährt also innerhalb kürzester Zeit, wie sich eine bestimmte Stromsparmaßnahme tatsächlich auswirkt. Auch bietet der Stromfächer ausreichend Platz für persönliche Notizen zu Ereignissen, die den wöchentlichen Stromverbrauch ebenfalls beeinflussen, wie zum Beispiel eine längere Abwesenheit oder ein mehrtägiger Besuch von Freunden.
 

Der beispielhafte Stromfächer mit den Markierungen für die individuellen wöchentlichen Stromzählerstände (Quelle: EnergieAgentur.NRW)


Unter www.energieagentur.nrw/stromfaecher ist der Stromfächer (Version: 3 Monate) inklusive einer Erläuterung seiner Handhabung für alle 20 Haushaltstypen in separaten PDF-Dateien zu finden (Ein-/Zwei- oder Mehrfamilienhaus, 1- bis 5-Personen-Haushalt, Warmwasser ohne oder mit Strom). Allen interessierten Beratungseinrichtungen steht zusätzlich eine PDF-Datei mit dem Stromspiegel für Deutschland 2017 sowie allen 20 Versionen des Stromfächers 2017 einschließlich einer Erläuterung ihrer Handhabung zur Verfügung.

 

Tipp: Anfertigen der 6- und 12-Monate-Version

Wenn man die Grundidee des Stromfächers und das Zustandekommen der Hilfswerte an der y-Achse einmal in Ruhe nachvollzieht, kann man die 3-Monate-Version der Diagrammvorlagen durch einen Trick selber zur 6- oder 12-Monate-Version umfunktionieren.

 

Für ein und denselben Haushaltstyp (!) ist die Vorlage des Stromfächers inklusive der rechts angegeben Jahresstromverbräuche in allen drei Versionen (13, 26 und 52 Wochen) nahezu identisch. Die drei Versionen unterscheiden sich lediglich durch die an der y-Achse angegebenen Hilfswerte, die auf dem „Grenzwert“ zwischen den Stromeffizienzklassen F und G basieren (im gezeigten Beispiel: 3.100 kWh): Der maximale Hilfswert entspricht bei der Version für ein Vierteljahr (bzw. 13 Wochen) einem Viertel dieses Jahresverbrauchs (hier: 775). Analog dazu entspricht der maximale Hilfswert bei der Version für ein halbes Jahr (bzw. 26 Wochen) der Hälfte dieses Jahresverbrauchs (hier: 1.550). Bei einem Zeitraum von einem Jahr (bzw. 52 Wochen) ist der maximale Hilfswert identisch mit dem Jahresverbrauch, bei dem die Stromeffizienzklasse G  beginnt (hier: 3.100). Alle übrigen Hilfswerte ergeben sich aus dem jeweiligen maximalen Hilfswert.

 

Wird jedoch eine Vorlage des Stromfächers durch das Ändern der Hilfswerte an einen längeren Zeitraum angepasst, sind zwei wichtige Punkte zu beachten.

  1. Zum einen vergrößert sich bei einem längeren Zeitraum der Verbrauchskontrolle auch der zeitliche Abstand der einzelnen Zählerablesungen: auf zwei Wochen bei der 6-Monate-Version und auf vier Wochen bei der 12-Monate-Version.
     
  2. Zum anderen muss der Stromzähler auch bei einem längeren Zeitraum immer am selben Wochentag abgelesen werden – und nicht etwa immer zum x. eines Monats bei der 12-Monate-Version: Der Stromfächer ist so angelegt, dass nach der ersten Zählerablesung 13 weitere Zählerstände eingetragen werden. Daher entspricht bei der Version für 3 Monate (13 Wochen) jedes Intervall der x-Achse einer Woche, bei der Version für 6 Monate (26 Wochen) erfolgt die Zählerablesung im Abstand von zwei Wochen, und bei der 12-Monate-Version (52 Wochen) entspricht jedes Intervall vier Wochen – und nicht einem Monat.


Downloads

Stromfächer 2017, Pressebild

Stromfächer 2017, Handreichung für Beratungseinrichtungen und andere Multiplikatoren mit ausführlicher Erläuterung und allen 20 Diagrammvorlagen

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 1 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 2 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 3 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 4 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 5 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 1 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 2 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 3 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 4 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Ein-/Zweifamilienhaus, 5 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 1 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 2 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 3 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 4 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 5 Prs., Warmwasser ohne Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 1 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 2 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 3 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 4 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung

Stromfächer 2017, Vorlage "Wohnung im Mehrfamilienhaus, 5 Prs., Warmwasser mit Strom" mit kurzer Erläuterung



Autor: Tom Küster



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      Vom Stromspiegel zum Stromfächer

      Grundlage des Stromfächers ist der im April vom Bundesumweltministerium und seinen Partnern vorgestellte, tabellarische Stromspiegel 2017, der es jedem Privathaushalt ermöglicht, sich anhand seines letzten jährlichen Stromverbrauchs einer Stromeffizienzklasse von A (grün) bis G (rot) zuzuordnen. Die Idee zum Stromfächer ist entstanden, als sich die EnergieAgentur.NRW mit Blick auf den Stromspiegel gefragt hat, wie sie interessierten Haushalten regelmäßige visuelle Rückmeldungen über ihre jeweils aktuelle Stromeffizienzklasse geben kann. Denn vor allem solche Rückmeldungen fördern die Motivation zum Energiesparen.
       

      Stromspiegel 2017: sieben Stromeffizienzklassen für 20 Haushaltstypen (Quelle: www.stromspiegel.de)


      „Unser Stromfächer ist eine Diagrammvorlage mit dem Farbfächer der Stromeffizienzklassen: Wenn der Nutzer seinen wöchentlichen Stromzählerstand einträgt, erhält er regelmäßig ein anschauliches Feedback zur aktuellen Stromeffizienzklasse seines Haushalts. Diese Rückmeldungen sensibilisieren ihn für den eigenen Stromverbrauch – und sie ermöglichen es, den Verbrauch bewusster zu steuern und zu senken“, erläutert Rocco Rossinelli. „Das Kontrollieren des Stromverbrauchs ist der erste Schritt zur Verbesserung der Stromeffizienz.“

       

      Zum Haushaltstyp passende Diagrammvorlage auswählen

      Analog zum Stromspiegel unterscheidet auch der Stromfächer in 20 Haushaltstypen, daher muss jeder Interessent zunächst die für ihn passende Variante der Diagrammvorlage auswählen (unter www.energieagentur.nrw/stromfaecher). Vom Grundprinzip her ist die Nutzung des Diagramms jedoch bei allen Haushaltstypen identisch; im Folgenden wird sie anhand des Haushaltstyps „Mehrfamilienhaus, 2-Personen-Haushalt, Warmwasser ohne Strom“ erläutert.
       

      Die Diagrammvorlage des Stromfächers für 2-Personen-Haushalte im Mehrfamilienhaus ohne elektrische Warmwasserbereitung (Quelle: EnergieAgentur.NRW)


      Stromzählerstand ablesen und Koordinaten in der Diagrammvorlage notieren

      Der Nutzer startet seine Verbrauchskontrolle, indem er an einem beliebigen Tag den Stand seines Stromzählers abliest und dann in der Diagrammvorlage die fehlenden Koordinaten ergänzt:

      1. In die Leerstelle der Überschrift trägt er den Wochentag der Ablesung ein (hier: Montag).
         
      2. Am Schnittpunkt der beiden Diagrammachsen notiert er Datum und Zählerstand (hier: 06.02.2017 und 50.545).
         
      3. Außerdem ergänzt er auf der x-Achse (Horizontalachse) die Termine der 13 künftigen, wöchentlichen Zählerablesungen (hier: 13.02., 20.02. usw.).
         
      4. Schließlich trägt er auf der y-Achse (Vertikalachse) die fehlenden, vom abgelesenen Zählerstand abhängigen Werte ein; hierfür addiert er die angegebenen Hilfswerte (hier: +100, +200 usw.) zum ersten Ablesewert. [Der höchste Hilfswert an der y-Achse (hier: 775) entspricht dem Verbrauch, bei dem die Stromeffizienzklasse G beginnt (hier: 3.100 kWh) – denn ein Viertel dieses Jahresverbrauchs gilt für ein Vierteljahr.]
         

      Der beispielhafte Stromfächer mit allen individuellen Koordinaten (Quelle: EnergieAgentur.NRW)


      Die Diagrammvorlage ist jetzt auf die individuelle Situation des betreffenden Haushalts abgestimmt.

       

      Stromzählerstand wöchentlich ablesen und in den Stromfächer eintragen

      In den folgenden Wochen liest der Nutzer immer am selben Wochentag (hier: Montag) seinen Stromzählerstand ab und markiert die Zählerstände über dem jeweiligen Datum im Stromfächer. So erhält er bereits nach einer Woche (!) die erste Rückmeldung darüber, wie stromeffizient sein Haushalt zum aktuellen Zeitpunkt ist.

       

      Der besondere Clou dabei: Die verbrauchssenkenden Effekte einer Energiesparmaßnahme – wie etwa das Nutzen von abschaltbaren Steckdosenleisten oder der Kauf eines energieeffizienten Neugeräts – werden sofort sichtbar. Man erfährt also innerhalb kürzester Zeit, wie sich eine bestimmte Stromsparmaßnahme tatsächlich auswirkt. Auch bietet der Stromfächer ausreichend Platz für persönliche Notizen zu Ereignissen, die den wöchentlichen Stromverbrauch ebenfalls beeinflussen, wie zum Beispiel eine längere Abwesenheit oder ein mehrtägiger Besuch von Freunden.
       

      Der beispielhafte Stromfächer mit den Markierungen für die individuellen wöchentlichen Stromzählerstände (Quelle: EnergieAgentur.NRW)


      Unter www.energieagentur.nrw/stromfaecher ist der Stromfächer (Version: 3 Monate) inklusive einer Erläuterung seiner Handhabung für alle 20 Haushaltstypen in separaten PDF-Dateien zu finden (Ein-/Zwei- oder Mehrfamilienhaus, 1- bis 5-Personen-Haushalt, Warmwasser ohne oder mit Strom). Allen interessierten Beratungseinrichtungen steht zusätzlich eine PDF-Datei mit dem Stromspiegel für Deutschland 2017 sowie allen 20 Versionen des Stromfächers 2017 einschließlich einer Erläuterung ihrer Handhabung zur Verfügung.

       

      Tipp: Anfertigen der 6- und 12-Monate-Version

      Wenn man die Grundidee des Stromfächers und das Zustandekommen der Hilfswerte an der y-Achse einmal in Ruhe nachvollzieht, kann man die 3-Monate-Version der Diagrammvorlagen durch einen Trick selber zur 6- oder 12-Monate-Version umfunktionieren.

       

      Für ein und denselben Haushaltstyp (!) ist die Vorlage des Stromfächers inklusive der rechts angegeben Jahresstromverbräuche in allen drei Versionen (13, 26 und 52 Wochen) nahezu identisch. Die drei Versionen unterscheiden sich lediglich durch die an der y-Achse angegebenen Hilfswerte, die auf dem „Grenzwert“ zwischen den Stromeffizienzklassen F und G basieren (im gezeigten Beispiel: 3.100 kWh): Der maximale Hilfswert entspricht bei der Version für ein Vierteljahr (bzw. 13 Wochen) einem Viertel dieses Jahresverbrauchs (hier: 775). Analog dazu entspricht der maximale Hilfswert bei der Version für ein halbes Jahr (bzw. 26 Wochen) der Hälfte dieses Jahresverbrauchs (hier: 1.550). Bei einem Zeitraum von einem Jahr (bzw. 52 Wochen) ist der maximale Hilfswert identisch mit dem Jahresverbrauch, bei dem die Stromeffizienzklasse G  beginnt (hier: 3.100). Alle übrigen Hilfswerte ergeben sich aus dem jeweiligen maximalen Hilfswert.

       

      Wird jedoch eine Vorlage des Stromfächers durch das Ändern der Hilfswerte an einen längeren Zeitraum angepasst, sind zwei wichtige Punkte zu beachten.

      1. Zum einen vergrößert sich bei einem längeren Zeitraum der Verbrauchskontrolle auch der zeitliche Abstand der einzelnen Zählerablesungen: auf zwei Wochen bei der 6-Monate-Version und auf vier Wochen bei der 12-Monate-Version.
         
      2. Zum anderen muss der Stromzähler auch bei einem längeren Zeitraum immer am selben Wochentag abgelesen werden – und nicht etwa immer zum x. eines Monats bei der 12-Monate-Version: Der Stromfächer ist so angelegt, dass nach der ersten Zählerablesung 13 weitere Zählerstände eingetragen werden. Daher entspricht bei der Version für 3 Monate (13 Wochen) jedes Intervall der x-Achse einer Woche, bei der Version für 6 Monate (26 Wochen) erfolgt die Zählerablesung im Abstand von zwei Wochen, und bei der 12-Monate-Version (52 Wochen) entspricht jedes Intervall vier Wochen – und nicht einem Monat.
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