Weltweites Jahresbudget an Ressourcen ist heute verbraucht

02. August 2017 | Studien

In diesem Jahr ist bereits heute, am 2. August der „Earth Overshoot Day“: der Tag, an dem die Weltbevölkerung ihr Jahresbudget an natürlichen Ressourcen verbraucht und die Aufnahmekapazität der Erde für Treibhausgase erreicht hat. Damit ist der denkwürdige Welterschöpfungstag, der häufig auch „Ecological Debt Day“ (Ökoschuldentag) genannt wird, binnen Jahresfrist sechs weitere Tage vorgerückt: Im Jahr 2016 fiel er noch auf den 8. August (2015: 13. August). Bildlich gesprochen wären derzeit 1,7 Erden erforderlich, um im globalen Maßstab nachhaltig zu handeln – die Menschheit lebt also deutlich über ihre Verhältnisse.

 

Ökologischer Fußabdruck größer als Biokapazität

Das Datum des „Earth Overshoot Day“ wird berechnet, indem man den globalen ökologischen Fußabdruck ins Verhältnis setzt zur gesamten weltweiten Biokapazität. Das heißt konkret: Von heute an übersteigt die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen die jährliche Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen; von heute an entnimmt die Weltbevölkerung mehr Holz, Kulturpflanzen und Futtermittel, als diese auf den Wald-, Acker-, Weideflächen und in den Fischgründen regeneriert werden können; auch emittiert die Menschheit deutlich mehr Treibhausgase, als Wälder und Ozeane absorbieren können.
 

Das Ressourcenbudget 2017 ist aufgebraucht: Von heute an entnimmt die Weltbevölkerung mehr Holz, Kulturpflanzen und Futtermittel, als regeneriert werden können (Bild: panthermedia.net).


Eine derartige Übernutzung der Ökosysteme kann auf Dauer nicht funktionieren. Dies zeigt laut Umweltbundesamt (UBA) insbesondere der Klimawandel mit seinen vielfältigen Auswirkungen: dem Schmelzen der Polkappen, der Übersäuerung der Meere, dem Versiegen von Süßwasserquellen, schrumpfenden Wäldern, zunehmender Versteppung und vielen weiteren fatalen Folgen.

 

Innerhalb von 30 Jahren 139 Tage vorgerückt

1987 fiel der „Earth Overshoot Day“ noch auf den 19. Dezember, in den vergangenen 30 Jahren ist er demnach um insgesamt 139 Tage (!) im Kalender vorgerückt – dies entspricht im jährlichen Mittel 4,6 Tagen. Nur sechs Jahre später (1993) war das weltweite Jahresressourcenbudget bereits am 21. Oktober aufgebraucht, im Jahr 2003 fiel der „Earth Overshoot Day“ schon auf den 22. September.

 

Die Gründe für das immer weitere Vorrücken sind vor allem die hohen Konsumniveaus in Industrie- und Schwellenländern sowie das schnelle weltweite Bevölkerungswachstum. Wie das Global Footprint Network, eine internationale Nachhaltigkeitsorganisation, errechnet hat, lebt die Menschheit mit Blick auf die natürlichen Ressourcen derzeit so, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung. Und mehr als drei Erden wären nötig, wenn die gesamte Weltbevölkerung auf dem Konsumniveau Deutschlands leben würde: Der deutsche „Ökoschuldentag“ war in diesem Jahr bereits am 24. April.


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Autor: Tom Küster
Quelle: Wikipedia



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      Ökologischer Fußabdruck größer als Biokapazität

      Das Datum des „Earth Overshoot Day“ wird berechnet, indem man den globalen ökologischen Fußabdruck ins Verhältnis setzt zur gesamten weltweiten Biokapazität. Das heißt konkret: Von heute an übersteigt die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen die jährliche Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen; von heute an entnimmt die Weltbevölkerung mehr Holz, Kulturpflanzen und Futtermittel, als diese auf den Wald-, Acker-, Weideflächen und in den Fischgründen regeneriert werden können; auch emittiert die Menschheit deutlich mehr Treibhausgase, als Wälder und Ozeane absorbieren können.
       

      Das Ressourcenbudget 2017 ist aufgebraucht: Von heute an entnimmt die Weltbevölkerung mehr Holz, Kulturpflanzen und Futtermittel, als regeneriert werden können (Bild: panthermedia.net).


      Eine derartige Übernutzung der Ökosysteme kann auf Dauer nicht funktionieren. Dies zeigt laut Umweltbundesamt (UBA) insbesondere der Klimawandel mit seinen vielfältigen Auswirkungen: dem Schmelzen der Polkappen, der Übersäuerung der Meere, dem Versiegen von Süßwasserquellen, schrumpfenden Wäldern, zunehmender Versteppung und vielen weiteren fatalen Folgen.

       

      Innerhalb von 30 Jahren 139 Tage vorgerückt

      1987 fiel der „Earth Overshoot Day“ noch auf den 19. Dezember, in den vergangenen 30 Jahren ist er demnach um insgesamt 139 Tage (!) im Kalender vorgerückt – dies entspricht im jährlichen Mittel 4,6 Tagen. Nur sechs Jahre später (1993) war das weltweite Jahresressourcenbudget bereits am 21. Oktober aufgebraucht, im Jahr 2003 fiel der „Earth Overshoot Day“ schon auf den 22. September.

       

      Die Gründe für das immer weitere Vorrücken sind vor allem die hohen Konsumniveaus in Industrie- und Schwellenländern sowie das schnelle weltweite Bevölkerungswachstum. Wie das Global Footprint Network, eine internationale Nachhaltigkeitsorganisation, errechnet hat, lebt die Menschheit mit Blick auf die natürlichen Ressourcen derzeit so, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung. Und mehr als drei Erden wären nötig, wenn die gesamte Weltbevölkerung auf dem Konsumniveau Deutschlands leben würde: Der deutsche „Ökoschuldentag“ war in diesem Jahr bereits am 24. April.

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