„Eine helle Freude“ – Energieeffiziente Beleuchtung

29. August 2017 | Energiespartipps

In den Haushalten wird durchschnittlich etwa jede zehnte Kilowattstunde Strom für die Beleuchtung benötigt: Laut der Erhebung „Wo im Haushalt bleibt der Strom?“ macht das Licht im Mittel aller 1- bis 5-Personen-Haushalte 9,2 % des gesamten Stromverbrauchs aus; bei den Haushalten ohne elektrische Warmwasserbereitung beträgt der Verbrauchsanteil sogar 10,6 % – das entspricht pro Jahr etwa einem monatlichen Abschlag an den Stromanbieter.

 

Zudem zeigte jüngst eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, dass in jedem zweiten Haushalt immer noch Glühlampen brennen, obwohl sie ausgesprochen ineffizient sind; jeder vierte Haushalt nutzt sogar noch mehr als sechs Glühbirnen. Die Beleuchtung birgt also in vielen Haushalten ein erkleckliches Effizienzpotenzial.
 

Mit ein paar Tricks lässt sich der Stromverbrauch der heimischen Beleuchtung spürbar senken (Bild: Pixabay).


Wer die folgenden Tipps beherzigt, kann den Stromverbrauch der heimischen Beleuchtung spürbar senken und Jahr für Jahr etliche Euro sparen. Denn obwohl Licht an sich unverzichtbar ist, lassen sich die Stromkosten für die Beleuchtung bereits durch wenige Tricks spürbar reduzieren – ohne dass man dabei auf Komfort verzichten muss.

 

Tipp Nr. 1: Lampentausch
Wer Glühlampen und Halogenglühlampen durch gleich helle LED-Lampen ersetzt, reduziert den Stromverbrauch um bis zu 80 %. Zugegeben: Der Neukauf von LED-Lampen ist immer mit Kosten verbunden. Doch die gute Nachricht ist: Meist hat man bei den Stromkosten schon im ersten Jahr mehr eingespart, als man für die Lampe ausgeben muss.

 

So zeigt der Gesamtkostenvergleich einer im Haushalt bereits vorhandenen (!) 40-Watt-Glühlampe mit einer ebenso hellen, noch anzuschaffenden 6-Watt-LED-Lampe, dass sich die LED bei einer täglichen Brenndauer von 3 Stunden aufgrund ihres niedrigen Stromverbrauchs schon im ersten Jahr amortisiert – trotz ihres Kaufpreises in Höhe von 8 Euro (bei einem Strompreis von 0,29 €/kWh): Während die Glühlampe in diesem Beispiel jährliche Stromkosten in Höhe von 12,70 Euro verursacht, kommt die LED-Lampe auf Stromkosten von nur 1,91 Euro pro Jahr…

 

Tipp Nr. 2: L wie „Lampe“, „Licht“ und „Lumen“
Apropos „Lampentausch“: Die Helligkeit verschiedener Lampen lässt sich nicht anhand der Watt-Zahl, sondern mithilfe des Lumen-Wertes vergleichen; dieser Wert ist auf den Lampenverpackungen angegeben.

 

Tipp Nr. 3: „Auszeit“
Es empfiehlt sich, die Beleuchtung nur in den Zimmern einzuschalten, in denen man sich gerade aufhält. Das Licht auszuschalten lohnt sich immer – auch dann, wenn man einen Raum nur für 5 Minuten verlässt. Das Ein- und Ausschalten verursacht weder einen höheren Stromverbrauch, noch senkt es die Lebensdauer von Energiesparlampen oder LED-Lampen.

 

Tipp Nr. 4: Tageslicht
Tageslicht kostet nichts. Deshalb ist es auch eine Überlegung wert, sich bei der Wahl des richtigen Platzes etwa für den Schreibtisch auch an dem Tageslicht zu orientieren, das durch die Fenster einfällt.

 

Tipp Nr. 5: Gezielte Beleuchtung
Es lässt sich außerdem viel Strom sparen, wenn in den Zimmern nur die Bereiche gut beleuchtet werden, in denen tatsächlich viel Licht benötigt wird – zum Beispiel der Küchentisch, der Platz zum Surfen im Internet oder die Leseecke. Die übrigen Zimmerbereiche können – etwa mithilfe dimmbarer Lampen – weniger stark ausgeleuchtet werden.

 

Tipp Nr. 6: Keine Lichtschlucker
Weiße Wände und helle, gut reflektierende Lampenschirme verstärken die Beleuchtungswirkung ohne zusätzliche Stromkosten.

 

Tipp Nr. 7: Weihnachtsbeleuchtung
Mit automatischen Zeitschaltuhren, die es auch speziell für den Außenbetrieb gibt, kann man dafür sorgen, dass die weihnachtliche Beleuchtung nicht rund um die Uhr, sondern nur im Dunkeln eingeschaltet ist – zum Beispiel von 7 bis 8 Uhr und von 17 bis 22 Uhr. So senkt man die Stromkosten der Weihnachtsbeleuchtung um 75 %.

 

Tipp Nr. 8: Verbrauchskontrolle

Zum guten Schluss noch ein Tipp, der nicht nur die Beleuchtung betrifft: Wer wissen möchte, was für eine Stromersparnis eine konkrete Effizienzmaßnahme wie der Austausch von Glühlampen bringt, dem sei der Stromfächer 2017 der EnergieAgentur.NRW empfohlen. Der Stromfächer ist ein interaktives Diagramm, das dem Nutzer wöchentliche visuelle Rückmeldungen über die jeweils aktuelle Stromeffizienzklasse seines Haushalts gibt und die Auswirkungen von Stromsparmaßnahmen umgehend sichtbar macht.

 

Weitere Beiträge zum Thema der effizienten Beleuchtung finden sich unter www.energieblogger.net, beispielsweise ein Beitrag von Andreas Kühl über die Energiesparpotenziale bei der Beleuchtung in KMU.


Downloads



Autor: Tom Küster
Quelle: EA.NRW, Düsseldorf; Projekt „Stromspar-Check“, Frankfurt am Main/Berlin



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      Zudem zeigte jüngst eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, dass in jedem zweiten Haushalt immer noch Glühlampen brennen, obwohl sie ausgesprochen ineffizient sind; jeder vierte Haushalt nutzt sogar noch mehr als sechs Glühbirnen. Die Beleuchtung birgt also in vielen Haushalten ein erkleckliches Effizienzpotenzial.
       

      Mit ein paar Tricks lässt sich der Stromverbrauch der heimischen Beleuchtung spürbar senken (Bild: Pixabay).


      Wer die folgenden Tipps beherzigt, kann den Stromverbrauch der heimischen Beleuchtung spürbar senken und Jahr für Jahr etliche Euro sparen. Denn obwohl Licht an sich unverzichtbar ist, lassen sich die Stromkosten für die Beleuchtung bereits durch wenige Tricks spürbar reduzieren – ohne dass man dabei auf Komfort verzichten muss.

       

      Tipp Nr. 1: Lampentausch
      Wer Glühlampen und Halogenglühlampen durch gleich helle LED-Lampen ersetzt, reduziert den Stromverbrauch um bis zu 80 %. Zugegeben: Der Neukauf von LED-Lampen ist immer mit Kosten verbunden. Doch die gute Nachricht ist: Meist hat man bei den Stromkosten schon im ersten Jahr mehr eingespart, als man für die Lampe ausgeben muss.

       

      So zeigt der Gesamtkostenvergleich einer im Haushalt bereits vorhandenen (!) 40-Watt-Glühlampe mit einer ebenso hellen, noch anzuschaffenden 6-Watt-LED-Lampe, dass sich die LED bei einer täglichen Brenndauer von 3 Stunden aufgrund ihres niedrigen Stromverbrauchs schon im ersten Jahr amortisiert – trotz ihres Kaufpreises in Höhe von 8 Euro (bei einem Strompreis von 0,29 €/kWh): Während die Glühlampe in diesem Beispiel jährliche Stromkosten in Höhe von 12,70 Euro verursacht, kommt die LED-Lampe auf Stromkosten von nur 1,91 Euro pro Jahr…

       

      Tipp Nr. 2: L wie „Lampe“, „Licht“ und „Lumen“
      Apropos „Lampentausch“: Die Helligkeit verschiedener Lampen lässt sich nicht anhand der Watt-Zahl, sondern mithilfe des Lumen-Wertes vergleichen; dieser Wert ist auf den Lampenverpackungen angegeben.

       

      Tipp Nr. 3: „Auszeit“
      Es empfiehlt sich, die Beleuchtung nur in den Zimmern einzuschalten, in denen man sich gerade aufhält. Das Licht auszuschalten lohnt sich immer – auch dann, wenn man einen Raum nur für 5 Minuten verlässt. Das Ein- und Ausschalten verursacht weder einen höheren Stromverbrauch, noch senkt es die Lebensdauer von Energiesparlampen oder LED-Lampen.

       

      Tipp Nr. 4: Tageslicht
      Tageslicht kostet nichts. Deshalb ist es auch eine Überlegung wert, sich bei der Wahl des richtigen Platzes etwa für den Schreibtisch auch an dem Tageslicht zu orientieren, das durch die Fenster einfällt.

       

      Tipp Nr. 5: Gezielte Beleuchtung
      Es lässt sich außerdem viel Strom sparen, wenn in den Zimmern nur die Bereiche gut beleuchtet werden, in denen tatsächlich viel Licht benötigt wird – zum Beispiel der Küchentisch, der Platz zum Surfen im Internet oder die Leseecke. Die übrigen Zimmerbereiche können – etwa mithilfe dimmbarer Lampen – weniger stark ausgeleuchtet werden.

       

      Tipp Nr. 6: Keine Lichtschlucker
      Weiße Wände und helle, gut reflektierende Lampenschirme verstärken die Beleuchtungswirkung ohne zusätzliche Stromkosten.

       

      Tipp Nr. 7: Weihnachtsbeleuchtung
      Mit automatischen Zeitschaltuhren, die es auch speziell für den Außenbetrieb gibt, kann man dafür sorgen, dass die weihnachtliche Beleuchtung nicht rund um die Uhr, sondern nur im Dunkeln eingeschaltet ist – zum Beispiel von 7 bis 8 Uhr und von 17 bis 22 Uhr. So senkt man die Stromkosten der Weihnachtsbeleuchtung um 75 %.

       

      Tipp Nr. 8: Verbrauchskontrolle

      Zum guten Schluss noch ein Tipp, der nicht nur die Beleuchtung betrifft: Wer wissen möchte, was für eine Stromersparnis eine konkrete Effizienzmaßnahme wie der Austausch von Glühlampen bringt, dem sei der Stromfächer 2017 der EnergieAgentur.NRW empfohlen. Der Stromfächer ist ein interaktives Diagramm, das dem Nutzer wöchentliche visuelle Rückmeldungen über die jeweils aktuelle Stromeffizienzklasse seines Haushalts gibt und die Auswirkungen von Stromsparmaßnahmen umgehend sichtbar macht.

       

      Weitere Beiträge zum Thema der effizienten Beleuchtung finden sich unter www.energieblogger.net, beispielsweise ein Beitrag von Andreas Kühl über die Energiesparpotenziale bei der Beleuchtung in KMU.

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