„Alles im grünen Bereich?“ – Tipps zur Neuanschaffung von Elektrogeräten

28. February 2018 | Energiespartipps

Eine Kühl-Gefrier-Kombination, eine Waschmaschine oder ein E-Herd hat in der Regel eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Und während der gesamten Lebensdauer dieser Elektrogeräte gilt: Die Stromkosten sind der „siamesische Zwilling“ der Anschaffungskosten.

 

Deshalb macht es sich bezahlt, bei der Neuanschaffung zum Beispiel eines Haushaltsgroßgerätes, eines Computers oder Fernsehers nicht nur auf den Kaufpreis, sondern auch auf die Stromkosten zu achten, die das jeweilige Gerät über die Jahre verursacht: Vielfach ist es bei einer Neuanschaffung auf lange Sicht günstiger, für ein besonders energieeffizientes Gerät einen höheren Kaufpreis zu zahlen. Denn über die Lebensdauer gerechnet sind vermeintliche „Sonderangebote“ aufgrund ihrer höheren Stromkosten meist deutlich teurer als energieeffiziente Geräte mit einem höheren Kaufpreis, aber niedrigerem Stromverbrauch.
 

Bei der Neuanschaffung eines Elektrogeräts macht es sich bezahlt, nicht nur auf den Kaufpreis, sondern auch auf die Stromkosten zu achten, die das Gerät über die Jahre verursacht (Bild: Pixabay).

  • Wenn Sie ein neues Haushaltsgerät kaufen möchten, achten Sie auf die Energieeffizienzklasse der in Frage kommenden Modelle (A+++ oder A bis G). Kaufen Sie immer das Gerät mit der für Sie bestmöglichen Effizienzklasse. Grundsätzlich gilt bei der Energiekennzeichnung: je grüner, desto besser.
     
  • Die Effizienzklassen dienen nur einer groben, ersten Einschätzung, denn der Stromverbrauch der verschiedenen Geräte unterscheidet sich auch innerhalb einer Klasse deutlich. Außerdem kann ein großer Kühlschrank der besten Effizienzklasse natürlich mehr Strom verbrauchen als ein etwas kleinerer Kühlschrank der zweitbesten Klasse. Achten Sie deshalb auch auf den jährlichen Stromverbrauch der einzelnen Elektrogeräte, der ebenfalls auf dem EU-Energielabel angegeben ist – in „Kilowattstunden pro Jahr“.
     
  • Wenn Sie eine Neuanschaffung planen, empfiehlt sich auch ein Blick in eine Online-Gerätedatenbank (www.ecotopten.de, www.topgeraete.de oder www.spargeraete.de): Dort sind für viele verschiedene Gerätearten die jeweils effizientesten Modelle gelistet – mit Energieeffizienzklassen, Kaufpreisen und Stromkosten.
     
  • Besondere Vorsicht ist bei zusätzlichen Elektrogeräten geboten, die angeschafft werden sollen: Kein Gerät verbraucht „fast nichts“, jedes Zusatzgerät belastet die Haushaltskasse. Daher hilft es, sich vor dem Kauf eines zusätzlichen Geräts die folgenden drei Fragen zu stellen: Brauche ich das Gerät wirklich? Welche zusätzlichen Stromkosten erwarten mich? Kann und will ich mir diese Kosten in den nächsten Jahren leisten?


Das EU-Energielabel
Damit Verbraucher erkennen können, wie energieeffizient ein Elektrogerät ist, hat die EU ein Energielabel mit mehreren Energieeffizienzklassen eingeführt. Nicht nur alle neuen Haushaltsgroßgeräte, sondern auch Fernseher, Lampen, Staubsauger und Warmwasserbereiter müssen mit diesem EU-Energielabel ausgestattet sein, auch im Online-Handel.

 

Die Effizienzklassen dieses Energielabels entsprechen einer Farbskala: von Dunkelgrün für die sparsamsten Geräte bis zu Tiefrot für die größten Stromfresser. Die Energieeffizienzklasse, die auf dem EU-Label eines Geräts in dem dunkelgrünen Balken steht, ist die beste Klasse der entsprechenden Geräteart; nicht bei allen, aber bei den meisten Gerätearten ist dies A+++ (voraussichtlich bis 2019). Durch einen schwarzen Pfeil rechts neben der Farbskala ist angegeben, welche Energieeffizienzklasse das jeweilige Gerät hat. So lassen sich verschiedene Geräte vergleichbarer Größe leicht miteinander vergleichen. Die Bewertung eines Elektrogeräts mithilfe seiner Effizienzklasse ist einfach, aber grob. Deshalb ist auf dem EU-Energielabel auch der jährliche Stromverbrauch des betreffenden Geräts angegeben – meistens in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/Jahr). Für das Umrechnen des Stromverbrauchs in Euro gilt die folgende Faustformel: 100 kWh pro Jahr entsprechen etwa 30 Euro in einem Jahr und 300 Euro in zehn Jahren.


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Autor: Tom Küster



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      Deshalb macht es sich bezahlt, bei der Neuanschaffung zum Beispiel eines Haushaltsgroßgerätes, eines Computers oder Fernsehers nicht nur auf den Kaufpreis, sondern auch auf die Stromkosten zu achten, die das jeweilige Gerät über die Jahre verursacht: Vielfach ist es bei einer Neuanschaffung auf lange Sicht günstiger, für ein besonders energieeffizientes Gerät einen höheren Kaufpreis zu zahlen. Denn über die Lebensdauer gerechnet sind vermeintliche „Sonderangebote“ aufgrund ihrer höheren Stromkosten meist deutlich teurer als energieeffiziente Geräte mit einem höheren Kaufpreis, aber niedrigerem Stromverbrauch.
       

      Bei der Neuanschaffung eines Elektrogeräts macht es sich bezahlt, nicht nur auf den Kaufpreis, sondern auch auf die Stromkosten zu achten, die das Gerät über die Jahre verursacht (Bild: Pixabay).

      • Wenn Sie ein neues Haushaltsgerät kaufen möchten, achten Sie auf die Energieeffizienzklasse der in Frage kommenden Modelle (A+++ oder A bis G). Kaufen Sie immer das Gerät mit der für Sie bestmöglichen Effizienzklasse. Grundsätzlich gilt bei der Energiekennzeichnung: je grüner, desto besser.
         
      • Die Effizienzklassen dienen nur einer groben, ersten Einschätzung, denn der Stromverbrauch der verschiedenen Geräte unterscheidet sich auch innerhalb einer Klasse deutlich. Außerdem kann ein großer Kühlschrank der besten Effizienzklasse natürlich mehr Strom verbrauchen als ein etwas kleinerer Kühlschrank der zweitbesten Klasse. Achten Sie deshalb auch auf den jährlichen Stromverbrauch der einzelnen Elektrogeräte, der ebenfalls auf dem EU-Energielabel angegeben ist – in „Kilowattstunden pro Jahr“.
         
      • Wenn Sie eine Neuanschaffung planen, empfiehlt sich auch ein Blick in eine Online-Gerätedatenbank (www.ecotopten.de, www.topgeraete.de oder www.spargeraete.de): Dort sind für viele verschiedene Gerätearten die jeweils effizientesten Modelle gelistet – mit Energieeffizienzklassen, Kaufpreisen und Stromkosten.
         
      • Besondere Vorsicht ist bei zusätzlichen Elektrogeräten geboten, die angeschafft werden sollen: Kein Gerät verbraucht „fast nichts“, jedes Zusatzgerät belastet die Haushaltskasse. Daher hilft es, sich vor dem Kauf eines zusätzlichen Geräts die folgenden drei Fragen zu stellen: Brauche ich das Gerät wirklich? Welche zusätzlichen Stromkosten erwarten mich? Kann und will ich mir diese Kosten in den nächsten Jahren leisten?


      Das EU-Energielabel
      Damit Verbraucher erkennen können, wie energieeffizient ein Elektrogerät ist, hat die EU ein Energielabel mit mehreren Energieeffizienzklassen eingeführt. Nicht nur alle neuen Haushaltsgroßgeräte, sondern auch Fernseher, Lampen, Staubsauger und Warmwasserbereiter müssen mit diesem EU-Energielabel ausgestattet sein, auch im Online-Handel.

       

      Die Effizienzklassen dieses Energielabels entsprechen einer Farbskala: von Dunkelgrün für die sparsamsten Geräte bis zu Tiefrot für die größten Stromfresser. Die Energieeffizienzklasse, die auf dem EU-Label eines Geräts in dem dunkelgrünen Balken steht, ist die beste Klasse der entsprechenden Geräteart; nicht bei allen, aber bei den meisten Gerätearten ist dies A+++ (voraussichtlich bis 2019). Durch einen schwarzen Pfeil rechts neben der Farbskala ist angegeben, welche Energieeffizienzklasse das jeweilige Gerät hat. So lassen sich verschiedene Geräte vergleichbarer Größe leicht miteinander vergleichen. Die Bewertung eines Elektrogeräts mithilfe seiner Effizienzklasse ist einfach, aber grob. Deshalb ist auf dem EU-Energielabel auch der jährliche Stromverbrauch des betreffenden Geräts angegeben – meistens in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/Jahr). Für das Umrechnen des Stromverbrauchs in Euro gilt die folgende Faustformel: 100 kWh pro Jahr entsprechen etwa 30 Euro in einem Jahr und 300 Euro in zehn Jahren.

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