„Fluch oder Segen?“ E-Scooter als neue Form urbaner Mobilität

03. September 2019 | Mobilität

Sie sind flink, wendig, klein und lautlos und flitzen bereits zu Tausenden durch die Großstädte in Deutschland: Elektro-Tretroller, meist „E-Scooter“ genannt. Am 15. Juni 2019 schuf der Bundesrat durch die „Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung“ (eKFV) die gesetzliche Grundlage dafür, dass sie auch auf deutschen Straßen rollen dürfen. Seitdem ist die Mobilitätslandschaft in Deutschland um ein kontrovers diskutiertes Fortbewegungsmittel reicher: E-Scooter sind wahlweise ein „Heilsbringer der urbanen Mobilität“ oder „Elektroschrott auf dem Gehweg“.
 
Seitdem Elektro-Tretroller auch in Deutschland erlaubt sind, finden sich die Cityflitzer in vielen deutschen Großstädten (Bild: AdobeStock).
 
Deutschlandweiter Hype – und kritische Fragen
Um die Elektro-Tretroller ist seit Juni 2019 ein regelrechter Hype entstanden. Ein Bestandteil dieses Hypes ist eine gesellschaftliche Diskussion, in der sich die Befürworter der praktischen Elektroflitzer ebenso vielstimmig zu Wort melden wie diejenigen, die diese neue Form urbaner Mobilität kritisch sehen – zumindest in der aktuellen Ausprägung des noch sehr jungen, sich rasant entwickelnden Marktes. Auffällig an dieser öffentlichen Debatte ist die Linie, entlang der sie verläuft: Auf der einen Seite heben die Befürworter die Vorteile der Elektro-Tretroller auf der Ebene ihrer praktischen Nutzung hervor; auf der anderen Seite werfen die Kritiker des derzeitigen E-Scooter-Marktes einen Blick hinter die Kulissen des urbanen Fahrspaßes. Sie stellen die elementare und berechtigte Frage, wie umweltschonend und klimafreundlich Elektro-Tretroller tatsächlich sind.
 
Vorzüge der E-Scooter
Es verwundert nicht, dass verschiedene Sharing-Unternehmen schon früh alles für die Verteilung ihrer Elektro-Tretroller vorbereitet hatten und für den wichtigen deutschen E-Scooter-Markt rechtzeitig zum 15. Juni 2019 in den Startlöchern standen. Seitdem die Elektroflitzer von diversen Anbietern durch Deutschlands Städte rollen, geht es auf den Radwegen und Straßen bunter zu. Alle bisherigen Sharing-Anbieter setzen auf das „Free-Floating-Modell“, bei dem die E-Scooter überall im jeweiligen Betriebsgebiet angemietet und abgestellt werden können. Bei den meisten Anbietern fallen für die Aktivierung eine Grundgebühr von einem Euro sowie Mietkosten zwischen 15 Cent (VOI) und 25 Cent (Lime) pro Minute Fahrzeit an.
 
Aufgrund seines Elektroantriebs lässt sich der E-Scooter ohne große Anstrengung und verhältnismäßig komfortabel fahren (Bild: AdobeStock).
 
Dank ihrer vielfältigen Vorteile gelten Elektro-Tretroller als wichtiger Baustein für eine umweltfreundliche Mobilität. Weil sie so kompakt sind, kann man sie bequem in öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren. Außerdem lässt sich mit ihnen wegen ihres Elektroantriebs die letzte Meile schnell, ohne große Anstrengung und einigermaßen komfortabel absolvieren. Daher können E-Scooter die verschiedenen Verkehrsträger vernetzen, auch fahren sie lokal emissionsfrei und geräuschlos. Obendrein eignen sich die kleinen Cityflitzer hervorragend für das „Sharing“, eine geteilte Nutzung durch viele Menschen: Vielerorts entdecken Einheimische das Fahrgefühl auf einem elektrischen Tretroller, und Touristen entdecken fremde Städte jetzt auch auf E-Scootern.
 
Ein neuer, rasant wachsender Markt
Der deutsche Markt für E-Scooter wächst daher zusehends, laut „Wirtschaftswoche“ birgt der Markt ein Milliardengeschäft. Fest steht: Die elektrischen Tretroller von Sharing-Anbietern wie Circ, Tier, Lime, VOI, Bird, Hive und Jump sind bereits tausendfach in vielen Städten unterwegs. Doch nicht nur spezialisierte Firmen und Start-ups, sondern auch immer mehr Fahrrad- und Autohersteller bringen in immer kürzeren Abständen E-Scooter auf den Markt; Segway mischt dabei ebenso mit wie beispielsweise Ford und BMW. Und wer es mag, kann seinen eigenen Elektro-Tretroller mittlerweile zum Beispiel auch im Elektromarkt kaufen oder im Versandhandel bestellen.
 
Just for fun: Seit Juni 2019 entdecken viele Menschen – Einheimische wie Touristen – den Fahrspaß auf elektrischen Tretrollern (Bild: Unsplash).
 
Blick hinter die Kulissen
Die Verleiher, deren E-Scooter seit Juni 2019 auf Deutschlands Straßen rollen, sind mit dem hehren Ziel angetreten, die Städte sauberer, leiser und umweltfreundlicher zu machen. Doch wie nachhaltig die Tretroller wirklich sind, ist höchst umstritten: Obwohl Studien zu ihrer CO2-Bilanz noch fehlen, gibt es durchaus Anhaltspunkte dafür, wie sehr die Elektro-Tretroller über ihre Lebensdauer gesehen die Umwelt belasten. Aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes sind derzeit vor allem die folgenden Aspekte kritikwürdig:
  1. die Akku-Produktion,
  2. die Lebensdauer der E-Scooter,
  3. das Einsammeln und Wiederausliefern der Cityflitzer,
  4. der Betriebsstrom und
  5. die Art der Nutzung der Elektro-Tretroller.
 
Produktion überwiegend in Asien
Da E-Scooter in Deutschland erst seit kurzer Zeit erlaubt sind, hat das Umweltbundesamt (UBA) bisher noch keine Zahlen zu ihrer CO2-Bilanz veröffentlicht, auch nicht zu den CO2-Emissionen der Batterieproduktion. Will man die Umweltbilanz der Elektro-Tretroller ergründen, fällt jedoch eine Besonderheit auf: Die Elektroflitzer werden hauptsächlich in Asien produziert. Dort aber wird bei der Batterieherstellung sehr viel CO2 ausgestoßen, denn der für die Produktion benötigte Strom stammt häufig aus Kohlekraftwerken – und die spezifischen CO2-Emissionen etwa von Steinkohle sind deutlich höher als beispielsweise die des deutschen Strommix.
 
E-Scooter in den USA: Lebensdauer von 28 Tagen
In Amerika, wo E-Scooter schon länger präsent sind, haben Erhebungen gezeigt, dass Elektro-Tretroller nur eine Lebensdauer von durchschnittlich 28 Tagen haben. Die Gründe hierfür sind qualitativ schlechte E-Scooter, die unter der Dauerbelastung in der Praxis schnell den Dienst quittieren, und Menschen, die Tretroller in Flüsse werfen oder irgendwo im Grünen stehen und liegen lassen. Auf dem deutschen Markt wollen die großen Sharing-Anbieter vieles besser machen. So erklärt der Anbieter Lime, inzwischen E-Scooter auf die Straße gebracht zu haben, die länger ein Jahr lang genutzt werden können; Konkurrent Tier hat nach eigenen Angaben ebenfalls neue Roller im Einsatz und geht von einer Lebensdauer von deutlich über einem Jahr aus.
 
Die Zeit wird es zeigen: Verlässliche Daten zur Lebensdauer der Elektro-Tretroller existieren in Deutschland noch nicht (Bild: Tier).
 
Tägliches Einsammeln und Aufstellen mithilfe von Benzinern und Dieseln
Doch am nicht-stationsbasierten „Free-Floating-Modell“ der Sharing-Anbieter hängt noch mehr, was sich in der Umweltbilanz der E-Scooter niederschlägt: Da die Akkus fest in den Cityflitzern verbaut sind, müssen die kompletten E-Tretroller Abend für Abend eingesammelt, aufgeladen und am nächsten Tag wieder aufgestellt werden. Zu diesem Zweck sind allabendlich Mitarbeiter der Sharing-Anbieter in Sprintern unterwegs, die bei allen Unternehmen größtenteils mit Diesel oder Benzin betrieben werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Anbieter des Scooter-Sharings mittelfristig wechselbare Akkus verbauen, damit nicht immer die kompletten Elektro-Tretroller transportiert werden müssen. Bis es so weit ist, könnten Elektro-Sprinter die Ökobilanz des täglichen Einsammelns und Auslieferns verbessern, denn Sprinter mit Elektroantrieb sind bislang nicht im Einsatz. Und vielleicht wird es bald sogar stationsbasierte Sharing-Anbieter für E-Scooter geben, bei denen das tägliche Einsammeln und Ausliefern der Cityflitzer ganz entfällt.
 
Aufladen des Akkus: Ökostrom noch nicht verbreitet
Auch wenn ein Elektro-Tretroller vergleichsweise wenig Strom verbraucht: Die Tatsache, dass beim Aufladen oft der deutsche „Durchschnittsstrom“ verwendet wird, der etwa zur Hälfte aus den fossilen Energieträgern Kohle und Erdgas stammt, schlägt ebenfalls auf die Klimabilanz der kleinen Cityflitzer. Nach Recherchen von ZEIT online verhalten sich die verschiedenen Sharing-Anbieter in dieser Frage insgesamt recht unterschiedlich: Das Unternehmen Circ geht auf die Frage gar nicht ein; der Anbieter Lime gibt an, seine E-Scooter zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu laden; Konkurrent Tier führt gerade mit verschiedenen Anbietern Gespräche, um zu einem möglichst hohen Anteil an Ökostrom zu kommen und im Idealfall ausschließlich Ökostrom zu nutzen.
 
Das Wiederaufladen der E-Scooter-Akkus ist zumeist nicht stationsbasiert organisiert, der hierfür verwendete Strom ist oftmals der deutsche ‚Durchschnittsstrom‘ (Bild: AdobeStock).
 
E-Scooter: Nutzung just for fun, Ergänzung zum ÖPNV oder Alternative zum Auto?
Neben den Anbietern des E-Scooter-Sharings können aber auch die Nutzer der Elektroflitzer ihren Beitrag dazu leisten, um Elektro-Tretroller zu einer umweltfreundlichen und klimaschonenden Form urbaner Mobilität zu machen. Denn selbst wenn die Sharing-Anbieter die E-Scooter-Produktion und die Produktqualität, die Prozesse des täglichen Aufladens und Aufstellens sowie den verwendeten Strommix optimieren, stellt sich immer noch die Frage, wie die Menschen die elektrischen Tretroller nutzen.
 
Ganz entscheidend ist in diesem Zusammenhang, welche Fahrten ein E-Scooter tatsächlich ersetzt. Nutzt man den elektrisch angetriebenen Tretroller anstelle eines benzin- oder dieselbetriebenen Autos, schlägt sich das natürlich positiv in der CO2-Bilanz des E-Scooters nieder – auch wenn er nur als Verkehrsmittel für die „letzte Meile“ zum Einsatz kommt, also zum Beispiel für den Weg von der Haustüre zur U-Bahn-Station oder für die Fahrt von der Tramhaltestelle zum Arbeitsplatz. Sharing-Anbieter weisen hier gerne darauf hin, dass die Elektro-Tretroller es den Menschen erleichterten, das Auto stehen zu lassen und den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.
 
Elektro-Tretroller sind derzeit eher eine Alternative für Fußgänger und machen dem Fahrrad mehr Konkurrenz als dem Auto (Bild: Unsplash).
 
Das Beratungsunternehmen Civity allerdings, das sich auf Fragen der Mobilität spezialisiert hat, veröffentlichte vier Wochen nach dem Inkrafttreten der „Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung“ in Deutschland eine kenntnisreiche Analyse, die in diesem Punkt zu völlig anderen Ergebnissen gekommen war.
 
Civity hatte die Nutzungsdaten der Sharing-Anbieter Lime, Tier und Voi ausgewertet und hierbei unter anderem die Distanzen analysiert, die E-Scooter zurücklegen. Diese Auswertung belegt unter anderem, dass die Nutzer von Elektro-Tretrollern im Schnitt weniger als zwei Kilometer zurücklegen (je nach Anbieter 1,82 bis 1,93 km); das ist etwa doppelt so viel wie zu Fuß (0,9 km), etwa halb so viel wie mit dem Fahrrad (3,4 km) und – das ist die Pointe – nur etwa ein Fünftel der Entfernung, die durchschnittlich mit dem Pkw zurückgelegt wird (9,5 km). Das bedeutet, dass Elektro-Tretroller derzeit eher eine Alternative für Fußgänger sind und dem umweltfreundlichen Fahrrad mehr Konkurrenz machen als dem Auto.
 
Laut einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Civity werden E-Scooter derzeit vor allem in den späteren Abendstunden und am Wochenende genutzt (Bild: Unsplash).
 
Die Datenanalyse von Civity stützt außerdem die These, dass die Elektroflitzer eher in der Freizeit als von Berufspendlern für die letzte Meile genutzt werden. Das Beratungsunternehmen untersuchte nämlich auch die Verteilung der E-Scooter-Fahrten im Tagesverlauf sowie auf die einzelnen Wochentage – und kam dabei zu einem klaren Ergebnis: Die Schwerpunkte der Nutzung der Elektro-Tretroller lagen in den späteren Tagesstunden und am Wochenende; dies ist ein klarer Indikator für die Nutzung der E-Scooter in der Freizeit und durch Touristen.
 
Verantwortungsvolle Hersteller, Sharing-Anbieter und Nutzer vonnöten
Fazit: E-Scooter verfügen über ein enormes Potenzial, und zwar in doppelter Hinsicht – sowohl mit Blick auf ihre produktions- und nutzungsbedingte Ökobilanz als auch hinsichtlich der langfristigen Veränderung urbaner Mobilität.
 
Elektro-Tretroller haben großes Potenzial – auch mit Blick auf die Verbesserung ihrer produktions- und nutzungsbedingten Ökobilanz (Bild: Unsplash).
 
Es darf sogar ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Aspekten unterstellt werden. In Zeiten des wachsenden Umweltbewusstseins in der breiten Bevölkerung besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich das (auch wirtschaftliche) Potenzial der Elektro-Tretroller als weiteres Verkehrsmittel nur dann erschließen lässt, wenn sich Hersteller und Sharing-Anbieter ihrer Verantwortung stellen und das große Potenzial zur Verbesserung der Energie- und CO2-Bilanz von E-Scootern heben. So kann aus dem prognostizierten Milliardengeschäft in der noch jungen Branche der Elektro-Tretroller ein Big Green Business werden – und ein nennenswerter Beitrag zur Reduzierung der seit Jahrzehnten stagnierenden CO2-Emissionen des deutschen Verkehrssektors.
 
Dies setzt aber – neben verantwortungsvollen Herstellern und Sharing-Unternehmen – auch umwelt- und klimabewusste Menschen voraus, die die Nutzung von E-Scootern nicht als reine Bequemlichkeitsmobilität mit hohem Spaßfaktor ansehen, sondern auch als komfortablen Ersatz für den Pkw auf Kurzstrecken. Zumindest aber können die Nutzer, bevor sie sich für einen bestimmten Sharing-Anbieter entscheiden, in den Social Media-Kanälen der Anbieter nachschauen: Welches Unternehmen berichtet nicht ausschließlich über App-Downloads und Nutzerrekorde, Zahlen zu Ausleihen und Fahrten, neue Betriebsgebiete und aktuelle Expansionspläne, sondern auch über nachvollziehbare Aktivitäten zur Verbesserung der CO2-Bilanz seiner Elektroflitzer?
 
Links
Ratgeber „Cierc, Tier, Lime und viele weitere: Diese E-Scooter-Verleiher starten in Deutschland durch“ auf t3n – digital pioneers online (31.07.2019)
 
Fazit E-Scooter momentan kein Beitrag zur Verkehrswende des Umweltbundesamtes (02.09.2019)
 
Artikel „Sind E-Scooter umweltfreundlicher?“ in der Süddeutschen Zeitung („SZ Plus“) online (31.07.2019)
 
Analyse „Wie nachhaltig sind Elektroroller wirklich?“ auf ZEIT online (30.07.2019)
 
Kommentar „E-Scooter in Städten: Ökologisch desaströs“ auf taz online (02.08.2019)
 
Analyse „E-Scooter in Deutschland – ein datenbasierter Debattenbeitrag“ des Beratungsunternehmens Civity (15.07.2019)
 
Artikel „E-Scooter: Diese Regeln gelten für Elektro-Tretroller“ der Verbraucherzentrale (15.07.2019)
 
Artikel „Diese Regeln gelten für Elektro-Tretroller“ der Stiftung Warentest (18.07.2019)
 
Artikel „Was Sie über Elektro-Tretroller wissen müssen“ auf „Auto, Motor & Sport online“ (18.07.2019)
 
Test „E-Scooter 2019: Die besten Modelle mit Straßenzulassung“ auf CHIP online (30.07.2019)
 
Blog „E-Scooter“ des Medienhauses Müller


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Autor: Tom Küster



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      Seitdem Elektro-Tretroller auch in Deutschland erlaubt sind, finden sich die Cityflitzer in vielen deutschen Großstädten (Bild: AdobeStock).
       
      Deutschlandweiter Hype – und kritische Fragen
      Um die Elektro-Tretroller ist seit Juni 2019 ein regelrechter Hype entstanden. Ein Bestandteil dieses Hypes ist eine gesellschaftliche Diskussion, in der sich die Befürworter der praktischen Elektroflitzer ebenso vielstimmig zu Wort melden wie diejenigen, die diese neue Form urbaner Mobilität kritisch sehen – zumindest in der aktuellen Ausprägung des noch sehr jungen, sich rasant entwickelnden Marktes. Auffällig an dieser öffentlichen Debatte ist die Linie, entlang der sie verläuft: Auf der einen Seite heben die Befürworter die Vorteile der Elektro-Tretroller auf der Ebene ihrer praktischen Nutzung hervor; auf der anderen Seite werfen die Kritiker des derzeitigen E-Scooter-Marktes einen Blick hinter die Kulissen des urbanen Fahrspaßes. Sie stellen die elementare und berechtigte Frage, wie umweltschonend und klimafreundlich Elektro-Tretroller tatsächlich sind.
       
      Vorzüge der E-Scooter
      Es verwundert nicht, dass verschiedene Sharing-Unternehmen schon früh alles für die Verteilung ihrer Elektro-Tretroller vorbereitet hatten und für den wichtigen deutschen E-Scooter-Markt rechtzeitig zum 15. Juni 2019 in den Startlöchern standen. Seitdem die Elektroflitzer von diversen Anbietern durch Deutschlands Städte rollen, geht es auf den Radwegen und Straßen bunter zu. Alle bisherigen Sharing-Anbieter setzen auf das „Free-Floating-Modell“, bei dem die E-Scooter überall im jeweiligen Betriebsgebiet angemietet und abgestellt werden können. Bei den meisten Anbietern fallen für die Aktivierung eine Grundgebühr von einem Euro sowie Mietkosten zwischen 15 Cent (VOI) und 25 Cent (Lime) pro Minute Fahrzeit an.
       
      Aufgrund seines Elektroantriebs lässt sich der E-Scooter ohne große Anstrengung und verhältnismäßig komfortabel fahren (Bild: AdobeStock).
       
      Dank ihrer vielfältigen Vorteile gelten Elektro-Tretroller als wichtiger Baustein für eine umweltfreundliche Mobilität. Weil sie so kompakt sind, kann man sie bequem in öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren. Außerdem lässt sich mit ihnen wegen ihres Elektroantriebs die letzte Meile schnell, ohne große Anstrengung und einigermaßen komfortabel absolvieren. Daher können E-Scooter die verschiedenen Verkehrsträger vernetzen, auch fahren sie lokal emissionsfrei und geräuschlos. Obendrein eignen sich die kleinen Cityflitzer hervorragend für das „Sharing“, eine geteilte Nutzung durch viele Menschen: Vielerorts entdecken Einheimische das Fahrgefühl auf einem elektrischen Tretroller, und Touristen entdecken fremde Städte jetzt auch auf E-Scootern.
       
      Ein neuer, rasant wachsender Markt
      Der deutsche Markt für E-Scooter wächst daher zusehends, laut „Wirtschaftswoche“ birgt der Markt ein Milliardengeschäft. Fest steht: Die elektrischen Tretroller von Sharing-Anbietern wie Circ, Tier, Lime, VOI, Bird, Hive und Jump sind bereits tausendfach in vielen Städten unterwegs. Doch nicht nur spezialisierte Firmen und Start-ups, sondern auch immer mehr Fahrrad- und Autohersteller bringen in immer kürzeren Abständen E-Scooter auf den Markt; Segway mischt dabei ebenso mit wie beispielsweise Ford und BMW. Und wer es mag, kann seinen eigenen Elektro-Tretroller mittlerweile zum Beispiel auch im Elektromarkt kaufen oder im Versandhandel bestellen.
       
      Just for fun: Seit Juni 2019 entdecken viele Menschen – Einheimische wie Touristen – den Fahrspaß auf elektrischen Tretrollern (Bild: Unsplash).
       
      Blick hinter die Kulissen
      Die Verleiher, deren E-Scooter seit Juni 2019 auf Deutschlands Straßen rollen, sind mit dem hehren Ziel angetreten, die Städte sauberer, leiser und umweltfreundlicher zu machen. Doch wie nachhaltig die Tretroller wirklich sind, ist höchst umstritten: Obwohl Studien zu ihrer CO2-Bilanz noch fehlen, gibt es durchaus Anhaltspunkte dafür, wie sehr die Elektro-Tretroller über ihre Lebensdauer gesehen die Umwelt belasten. Aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes sind derzeit vor allem die folgenden Aspekte kritikwürdig:
      1. die Akku-Produktion,
      2. die Lebensdauer der E-Scooter,
      3. das Einsammeln und Wiederausliefern der Cityflitzer,
      4. der Betriebsstrom und
      5. die Art der Nutzung der Elektro-Tretroller.
       
      Produktion überwiegend in Asien
      Da E-Scooter in Deutschland erst seit kurzer Zeit erlaubt sind, hat das Umweltbundesamt (UBA) bisher noch keine Zahlen zu ihrer CO2-Bilanz veröffentlicht, auch nicht zu den CO2-Emissionen der Batterieproduktion. Will man die Umweltbilanz der Elektro-Tretroller ergründen, fällt jedoch eine Besonderheit auf: Die Elektroflitzer werden hauptsächlich in Asien produziert. Dort aber wird bei der Batterieherstellung sehr viel CO2 ausgestoßen, denn der für die Produktion benötigte Strom stammt häufig aus Kohlekraftwerken – und die spezifischen CO2-Emissionen etwa von Steinkohle sind deutlich höher als beispielsweise die des deutschen Strommix.
       
      E-Scooter in den USA: Lebensdauer von 28 Tagen
      In Amerika, wo E-Scooter schon länger präsent sind, haben Erhebungen gezeigt, dass Elektro-Tretroller nur eine Lebensdauer von durchschnittlich 28 Tagen haben. Die Gründe hierfür sind qualitativ schlechte E-Scooter, die unter der Dauerbelastung in der Praxis schnell den Dienst quittieren, und Menschen, die Tretroller in Flüsse werfen oder irgendwo im Grünen stehen und liegen lassen. Auf dem deutschen Markt wollen die großen Sharing-Anbieter vieles besser machen. So erklärt der Anbieter Lime, inzwischen E-Scooter auf die Straße gebracht zu haben, die länger ein Jahr lang genutzt werden können; Konkurrent Tier hat nach eigenen Angaben ebenfalls neue Roller im Einsatz und geht von einer Lebensdauer von deutlich über einem Jahr aus.
       
      Die Zeit wird es zeigen: Verlässliche Daten zur Lebensdauer der Elektro-Tretroller existieren in Deutschland noch nicht (Bild: Tier).
       
      Tägliches Einsammeln und Aufstellen mithilfe von Benzinern und Dieseln
      Doch am nicht-stationsbasierten „Free-Floating-Modell“ der Sharing-Anbieter hängt noch mehr, was sich in der Umweltbilanz der E-Scooter niederschlägt: Da die Akkus fest in den Cityflitzern verbaut sind, müssen die kompletten E-Tretroller Abend für Abend eingesammelt, aufgeladen und am nächsten Tag wieder aufgestellt werden. Zu diesem Zweck sind allabendlich Mitarbeiter der Sharing-Anbieter in Sprintern unterwegs, die bei allen Unternehmen größtenteils mit Diesel oder Benzin betrieben werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Anbieter des Scooter-Sharings mittelfristig wechselbare Akkus verbauen, damit nicht immer die kompletten Elektro-Tretroller transportiert werden müssen. Bis es so weit ist, könnten Elektro-Sprinter die Ökobilanz des täglichen Einsammelns und Auslieferns verbessern, denn Sprinter mit Elektroantrieb sind bislang nicht im Einsatz. Und vielleicht wird es bald sogar stationsbasierte Sharing-Anbieter für E-Scooter geben, bei denen das tägliche Einsammeln und Ausliefern der Cityflitzer ganz entfällt.
       
      Aufladen des Akkus: Ökostrom noch nicht verbreitet
      Auch wenn ein Elektro-Tretroller vergleichsweise wenig Strom verbraucht: Die Tatsache, dass beim Aufladen oft der deutsche „Durchschnittsstrom“ verwendet wird, der etwa zur Hälfte aus den fossilen Energieträgern Kohle und Erdgas stammt, schlägt ebenfalls auf die Klimabilanz der kleinen Cityflitzer. Nach Recherchen von ZEIT online verhalten sich die verschiedenen Sharing-Anbieter in dieser Frage insgesamt recht unterschiedlich: Das Unternehmen Circ geht auf die Frage gar nicht ein; der Anbieter Lime gibt an, seine E-Scooter zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu laden; Konkurrent Tier führt gerade mit verschiedenen Anbietern Gespräche, um zu einem möglichst hohen Anteil an Ökostrom zu kommen und im Idealfall ausschließlich Ökostrom zu nutzen.
       
      Das Wiederaufladen der E-Scooter-Akkus ist zumeist nicht stationsbasiert organisiert, der hierfür verwendete Strom ist oftmals der deutsche ‚Durchschnittsstrom‘ (Bild: AdobeStock).
       
      E-Scooter: Nutzung just for fun, Ergänzung zum ÖPNV oder Alternative zum Auto?
      Neben den Anbietern des E-Scooter-Sharings können aber auch die Nutzer der Elektroflitzer ihren Beitrag dazu leisten, um Elektro-Tretroller zu einer umweltfreundlichen und klimaschonenden Form urbaner Mobilität zu machen. Denn selbst wenn die Sharing-Anbieter die E-Scooter-Produktion und die Produktqualität, die Prozesse des täglichen Aufladens und Aufstellens sowie den verwendeten Strommix optimieren, stellt sich immer noch die Frage, wie die Menschen die elektrischen Tretroller nutzen.
       
      Ganz entscheidend ist in diesem Zusammenhang, welche Fahrten ein E-Scooter tatsächlich ersetzt. Nutzt man den elektrisch angetriebenen Tretroller anstelle eines benzin- oder dieselbetriebenen Autos, schlägt sich das natürlich positiv in der CO2-Bilanz des E-Scooters nieder – auch wenn er nur als Verkehrsmittel für die „letzte Meile“ zum Einsatz kommt, also zum Beispiel für den Weg von der Haustüre zur U-Bahn-Station oder für die Fahrt von der Tramhaltestelle zum Arbeitsplatz. Sharing-Anbieter weisen hier gerne darauf hin, dass die Elektro-Tretroller es den Menschen erleichterten, das Auto stehen zu lassen und den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.
       
      Elektro-Tretroller sind derzeit eher eine Alternative für Fußgänger und machen dem Fahrrad mehr Konkurrenz als dem Auto (Bild: Unsplash).
       
      Das Beratungsunternehmen Civity allerdings, das sich auf Fragen der Mobilität spezialisiert hat, veröffentlichte vier Wochen nach dem Inkrafttreten der „Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung“ in Deutschland eine kenntnisreiche Analyse, die in diesem Punkt zu völlig anderen Ergebnissen gekommen war.
       
      Civity hatte die Nutzungsdaten der Sharing-Anbieter Lime, Tier und Voi ausgewertet und hierbei unter anderem die Distanzen analysiert, die E-Scooter zurücklegen. Diese Auswertung belegt unter anderem, dass die Nutzer von Elektro-Tretrollern im Schnitt weniger als zwei Kilometer zurücklegen (je nach Anbieter 1,82 bis 1,93 km); das ist etwa doppelt so viel wie zu Fuß (0,9 km), etwa halb so viel wie mit dem Fahrrad (3,4 km) und – das ist die Pointe – nur etwa ein Fünftel der Entfernung, die durchschnittlich mit dem Pkw zurückgelegt wird (9,5 km). Das bedeutet, dass Elektro-Tretroller derzeit eher eine Alternative für Fußgänger sind und dem umweltfreundlichen Fahrrad mehr Konkurrenz machen als dem Auto.
       
      Laut einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Civity werden E-Scooter derzeit vor allem in den späteren Abendstunden und am Wochenende genutzt (Bild: Unsplash).
       
      Die Datenanalyse von Civity stützt außerdem die These, dass die Elektroflitzer eher in der Freizeit als von Berufspendlern für die letzte Meile genutzt werden. Das Beratungsunternehmen untersuchte nämlich auch die Verteilung der E-Scooter-Fahrten im Tagesverlauf sowie auf die einzelnen Wochentage – und kam dabei zu einem klaren Ergebnis: Die Schwerpunkte der Nutzung der Elektro-Tretroller lagen in den späteren Tagesstunden und am Wochenende; dies ist ein klarer Indikator für die Nutzung der E-Scooter in der Freizeit und durch Touristen.
       
      Verantwortungsvolle Hersteller, Sharing-Anbieter und Nutzer vonnöten
      Fazit: E-Scooter verfügen über ein enormes Potenzial, und zwar in doppelter Hinsicht – sowohl mit Blick auf ihre produktions- und nutzungsbedingte Ökobilanz als auch hinsichtlich der langfristigen Veränderung urbaner Mobilität.
       
      Elektro-Tretroller haben großes Potenzial – auch mit Blick auf die Verbesserung ihrer produktions- und nutzungsbedingten Ökobilanz (Bild: Unsplash).
       
      Es darf sogar ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Aspekten unterstellt werden. In Zeiten des wachsenden Umweltbewusstseins in der breiten Bevölkerung besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich das (auch wirtschaftliche) Potenzial der Elektro-Tretroller als weiteres Verkehrsmittel nur dann erschließen lässt, wenn sich Hersteller und Sharing-Anbieter ihrer Verantwortung stellen und das große Potenzial zur Verbesserung der Energie- und CO2-Bilanz von E-Scootern heben. So kann aus dem prognostizierten Milliardengeschäft in der noch jungen Branche der Elektro-Tretroller ein Big Green Business werden – und ein nennenswerter Beitrag zur Reduzierung der seit Jahrzehnten stagnierenden CO2-Emissionen des deutschen Verkehrssektors.
       
      Dies setzt aber – neben verantwortungsvollen Herstellern und Sharing-Unternehmen – auch umwelt- und klimabewusste Menschen voraus, die die Nutzung von E-Scootern nicht als reine Bequemlichkeitsmobilität mit hohem Spaßfaktor ansehen, sondern auch als komfortablen Ersatz für den Pkw auf Kurzstrecken. Zumindest aber können die Nutzer, bevor sie sich für einen bestimmten Sharing-Anbieter entscheiden, in den Social Media-Kanälen der Anbieter nachschauen: Welches Unternehmen berichtet nicht ausschließlich über App-Downloads und Nutzerrekorde, Zahlen zu Ausleihen und Fahrten, neue Betriebsgebiete und aktuelle Expansionspläne, sondern auch über nachvollziehbare Aktivitäten zur Verbesserung der CO2-Bilanz seiner Elektroflitzer?
       
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Datenschutzerklärung Schliessen

Wir freuen uns über Ihr Interesse an dem Projekt "Mission E" der EnergieAgentur.NRW. Datenschutz hat einen besonders hohen Stellenwert für die Geschäftsleitung der EnergieAgentur.NRW GmbH, die Betreiber dieser Website ist. Eine Nutzung dieser Internetseite der EnergieAgentur.NRW GmbH ist grundsätzlich ohne jede Angabe personenbezogener Daten möglich. Sofern eine betroffene Person besondere Services unseres Unternehmens über unsere Internetseite in Anspruch nehmen möchte, könnte jedoch eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich werden. Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich und besteht für eine solche Verarbeitung keine gesetzliche Grundlage, holen wir generell eine Einwilligung der betroffenen Person ein.

Die Verarbeitung personenbezogener Daten, beispielsweise des Namens, der Anschrift, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einer betroffenen Person, erfolgt stets im Einklang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung und in Übereinstimmung mit den für die EnergieAgentur.NRW GmbH geltenden landesspezifischen Datenschutzbestimmungen. Mittels dieser Datenschutzerklärung möchte unser Unternehmen die Öffentlichkeit über Art, Umfang und Zweck der von uns erhobenen, genutzten und verarbeiteten personenbezogenen Daten informieren. Ferner werden betroffene Personen mittels dieser Datenschutzerklärung über die ihnen zustehenden Rechte aufgeklärt.

Die EnergieAgentur.NRW GmbH hat als für die Verarbeitung Verantwortlicher zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um einen möglichst lückenlosen Schutz der über diese Internetseite verarbeiteten personenbezogenen Daten sicherzustellen. Dennoch können Internetbasierte Datenübertragungen grundsätzlich Sicherheitslücken aufweisen, sodass ein absoluter Schutz nicht gewährleistet werden kann. Aus diesem Grund steht es jeder betroffenen Person frei, personenbezogene Daten auch auf alternativen Wegen, beispielsweise telefonisch, an uns zu übermitteln.

NAME UND KONTAKTDATEN DES VERANTWORTLICHEN
Diese Datenschutzerklärung informiert über die Verarbeitung personenbezogener Daten auf der Webseite von: 
EnergieAgentur.NRW GmbH
Roßstr. 92
40476 Düsseldorf
Deutschland
Tel.: 0211 866420
E-Mail: webredaktion@energieagentur.nrw
Website: www.energieagentur.nrw

Der Datenschutzbeauftragte des Unternehmens ist unter nachstehenden Kontaktdaten erreichbar:

Berthold Weghaus
TÜV NORD AG
Am Technologiepark 1
45307 Essen
Deutschland
Tel.: 0201 8252165
E-Mail: privacy@energieagentur.nrw

Jede betroffene Person kann sich jederzeit bei allen Fragen und Anregungen zum Datenschutz direkt an unseren Datenschutzbeauftragten wenden.

UMFANG UND ZWECK DER VERARBEITUNG PERSONENBEZOGENER DATEN

Aufruf der Webseite
Beim Aufruf dieser Webseite www.energieagentur.nrw werden durch den Internet-Browser, den der Besucher verwendet, automatisch Daten an den Server dieser Webseite gesendet und zeitlich begrenzt in einer Protokolldatei (Logfile) gespeichert. Bis zur automatischen Löschung werden nachstehende Daten ohne weitere Eingabe des Besuchers gespeichert:

IP-Adresse des Endgeräts des Besuchers, Datum und Uhrzeit des Zugriffs durch den Besucher, Name und URL der vom Besucher aufgerufenen Seite, Webseite, von der aus der Besucher auf die Unternehmenswebseite gelangt (sog. Referrer-URL), Browser und Betriebssystem des Endgeräts des Besuchers sowie der Name des vom Besucher verwendeten Access-Providers.

Die Verarbeitung dieser personenbezogenen Daten ist gem. Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO gerechtfertigt. Das Unternehmen hat ein berechtigtes Interesse an der Datenverarbeitung zu dem Zweck, die Verbindung zur Webseite des Unternehmens zügig aufzubauen, eine nutzerfreundliche Anwendung der Webseite zu ermöglichen, die Sicherheit und Stabilität der Systeme zu erkennen und zu gewährleisten und die Administration der Webseite zu erleichtern und zu verbessern.

Die Verarbeitung erfolgt ausdrücklich nicht zu dem Zweck, Erkenntnisse über die Person des Besuchers der Webseite zu gewinnen.

WEITERGABE VON DATEN
Personenbezogene Daten werden an Dritte übermittelt, wenn nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. a) DSGVO durch die betroffene Person ausdrücklich dazu eingewilligt wurde, die Weitergabe nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist und kein Grund zur Annahme besteht, dass die betroffene Person ein überwiegendes schutzwürdiges Interesse an der Nichtweitergabe ihrer Daten hat, für die Datenübermittlung nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. c) DSGVO eine gesetzliche Verpflichtung besteht, und/oder dies nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. b) DSGVO für die Erfüllung eines Vertragsverhältnisses mit der betroffenen Person erforderlich ist.

In anderen Fällen werden personenbezogene Daten nicht an Dritte weitergegeben.

COOKIES 

Auf der Webseite werden sog. Cookies eingesetzt. Das sind Datenpakete, die zwischen dem Server der Unternehmenswebseite und dem Browser des Besuchers ausgetauscht werden. Diese werden beim Besuch der Webseite von den jeweils verwendeten Geräten (PC, Notebook, Tablet, Smartphone etc.) gespeichert. Cookies können insoweit keine Schäden auf den verwendeten Geräten anrichten. Insbesondere enthalten sie keine Viren oder sonstige Schadsoftware. In den Cookies werden Informationen abgelegt, die sich jeweils im Zusammenhang mit dem spezifisch eingesetzten Endgerät ergeben. Das Unternehmen kann damit keinesfalls unmittelbar Kenntnis von der Identität des Besuchers der Webseite erhalten.

Der Einsatz von Cookies dient dazu, die Nutzung des Webangebots des Unternehmens komfortabler zu gestalten. So kann beispielsweise anhand von Session-Cookies nachvollzogen werden, ob der Besucher einzelne Seiten der Webseite bereits besucht hat. Nach Verlassen der Webseite werden diese Session-Cookies automatisch gelöscht.

Zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit werden temporäre Cookies eingesetzt. Sie werden für einen vorübergehenden Zeitraum auf dem Gerät des Besuchers gespeichert. Bei erneutem Besuch der Webseite wird automatisch erkannt, dass der Besucher die Seite bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgerufen hat und welche Eingaben und Einstellungen dabei vorgenommen wurden, um diese nicht wiederholen zu müssen.

Der Einsatz von Cookies erfolgt außerdem, um die Aufrufe der Webseite zu statistischen Zwecken und zum Zwecke der Verbesserung des Angebotes zu analysieren. Diese Cookies ermöglichen es, bei einem erneuten Besuch automatisch zu erkennen, dass die Webseite bereits zuvor vom Besucher aufgerufen wurde. Hier erfolgt nach einer jeweils festgelegten Zeit eine automatische Löschung der Cookies.

Die durch Cookies verarbeiteten Daten sind für die o. g. Zwecke zur Wahrung der berechtigten Interessen des Unternehmens nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO gerechtfertigt.

Cookies werden nach den Grundeinstellungen der Browser größtenteils akzeptiert. Die Browsereinstellungen können so eingerichtet werden, dass Cookies entweder auf den verwendeten Geräten nicht akzeptiert werden, oder dass jeweils ein besonderer Hinweis erfolgt, bevor ein neuer Cookie angelegt wird. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass die Deaktivierung von Cookies dazu führen kann, dass nicht alle Funktionen der Webseite bestmöglich genutzt werden können.

ANALYSE-DIENSTE FÜR WEBSEITEN, TRACKING

Tracking-Tools 
Die im Folgenden aufgeführten und von uns eingesetzten Tracking-Maßnahmenwerden auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO durchgeführt. Mit den zum Einsatz kommenden Tracking-Maßnahmen wollen wir eine bedarfsgerechte Gestaltung und die fortlaufende Optimierung unserer Webseite sicherstellen. Zum anderen setzen wir die Tracking-Maßnahmen ein, um die Nutzung unserer Webseite statistisch zu erfassen und zum Zwecke der Optimierung unseres Angebotes für Sie auszuwerten. Diese Interessen sind als berechtigt im Sinne der vorgenannten Vorschrift anzusehen. Die jeweiligen Datenverarbeitungszwecke und Datenkategorien sind aus den entsprechenden Tracking-Tools zu entnehmen.

GOOGLE ANALYTICS

Zum Zwecke der bedarfsgerechten Gestaltung und fortlaufenden Optimierung unserer Seiten nutzen wir Google Analytics, ein Webanalysedienst der Google Inc. (1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA; im Folgenden „Google“). In diesem Zusammenhang werden pseudonymisierte Nutzungsprofile erstellt und Cookies (siehe unter Ziff. 4) verwendet. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Webseite wie 

  • Browser-Typ/-Version,
  • verwendetes Betriebssystem,
  • Referrer-URL (die zuvor besuchte Seite),
  • Hostname des zugreifenden Rechners (IP-Adresse), 
  • Uhrzeit der Serveranfrage,

werden an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Die Informationen werden verwendet, um die Nutzung der Webseite auszuwerten, um Reports über die Webeitenaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Webseitennutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu Zwecken der Marktforschung und bedarfsgerechten Gestaltung dieser Internetseiten zu erbringen. Auch werden diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag verarbeiten. Es wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Die IP-Adressen werden anonymisiert, so dass eine Zuordnung nicht möglich ist (IP-Masking). 

Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung der Browser-Software verhindern; wir weisen jedoch darauf hin, dass in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Webseite vollumfänglich genutzt werden können. 

Sie können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Webseite bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem Sie ein  Browser-Add-on herunterladen und installieren.

Alternativ zum Browser-Add-on, insbesondere bei Browsern auf mobilen Endgeräten, können Sie die Erfassung durch Google Analytics zudem verhindern, indem Sie auf diesen Link klicken:

Google Analytics deaktivieren

Es wird ein Opt-out-Cookie gesetzt, das die zukünftige Erfassung Ihrer Daten beim Besuch dieser Webseite verhindert. Der Opt-out-Cookie gilt nur in diesem Browser und nur für unsere Webseite und wird auf Ihrem Gerät abgelegt. Löschen Sie die Cookies in diesem Browser, müssen Sie das Opt-out-Cookie erneut setzen.

Weitere Informationen zum Datenschutz im Zusammenhang mit Google Analytics finden Sie etwa in der Google Analytics-Hilfe.

Google Adwords Conversion Tracking
Um die Nutzung unserer Webseite statistisch zu erfassen und zum Zwecke der Optimierung unserer Webseite für Sie auszuwerten, nutzen wir ferner das Google Conversion Tracking. Dabei wird von Google Adwords ein Cookie (siehe Ziffer 4) auf Ihrem Rechner gesetzt, sofern Sie über eine Google-Anzeige auf unsere Webseite gelangt sind. 

Diese Cookies verlieren nach 30 Tagen ihre Gültigkeit und dienen nicht der persönlichen Identifizierung. Besucht der Nutzer bestimmte Seiten der Webseite des Adwords-Kunden und das Cookie ist noch nicht abgelaufen, können Google und der Kunde erkennen, dass der Nutzer auf die Anzeige geklickt hat und zu dieser Seite weitergeleitet wurde.

Jeder Adwords-Kunde erhält ein anderes Cookie. Cookies können somit nicht über die Webseiten von Adwords-Kunden nachverfolgt werden. Die mithilfe des Conversion-Cookies eingeholten Informationen dienen dazu, Conversion-Statistiken für Adwords-Kunden zu erstellen, die sich für Conversion-Tracking entschieden haben. Die Adwords-Kunden erfahren die Gesamtanzahl der Nutzer, die auf ihre Anzeige geklickt haben und zu einer mit einem Conversion-TrackingTag versehenen Seite weitergeleitet wurden. Sie erhalten jedoch keine Informationen, mit denen sich Nutzer persönlich identifizieren lassen. 

Wenn Sie nicht an dem Tracking-Verfahren teilnehmen möchten, können Sie auch das hierfür erforderliche Setzen eines Cookies ablehnen – etwa per Browser-Einstellung, die das automatische Setzen von Cookies generell deaktiviert. Sie können Cookies für Conversion-Tracking auch deaktivieren, indem Sie Ihren Browser so einstellen, dass Cookies von der Domain „www.googleadservices.com“ blockiert werden. Googles Datenschutzbelehrung zum Conversion-Tracking finden Sie hier: services.google.com/sitestats/de.html.

Doubleclick by Google
DoubleClick ist eine Dienstleistung von Google. DoubleClick verwendet Cookies um für Sie relevante Werbeanzeigen in Ihrem Browser zu präsentieren. Dabei wird dem Browser eine pseudonyme Identifikationsnummer (ID) zugeordnet, um zu überprüfen, welche Anzeigen bereits eingeblendet wurden. 

Die Cookies enthalten keine personenbezogenen Informationen. Die Verwendung der DoubleClick-Cookies ermöglicht Google und seinen Partner-Webseiten lediglich die Schaltung von Anzeigen auf Basis vorheriger Besuche auf unserer oder anderen Webseiten im Internet. Die durch die Cookies erzeugten Informationen werden von Google zur Auswertung an einen Server in den USA übertragen und dort gespeichert. Eine Übertragung der Daten durch Google an Dritte findet nur aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder im Rahmen der Auftragsdatenverarbeitung statt. 

Durch die Nutzung unserer Webseiten erklären Sie sich mit der Verarbeitung der Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise zu dem genannten Zweck einverstanden. Wenn Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, können Sie dies über Ihre Browser-Einstellungen verhindern. Alternativ können Sie unter dem folgenden Link das unter dem Punkt „Erweiterung zur DoubleClick-Deaktivierung“ verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: google.com/settings/ads/plugin?hl=de.

Sharing-Funktionen von AddThis
Innerhalb unseres Onlineangebotes wird der Dienst "AddThis" (1595 Spring Hill Rd Suite 300 Vienna, VA 22182, USA) zum Teilen von Inhalten dieses Onlineangebotes innerhalb sozialer Netzwerke eingesetzt (sog. Sharing). AddThis nutzt die personenbezogenen Informationen der Nutzer für die Zurverfügungstellung und das Ausführen der Sharing-Funktionen. Darüber hinaus kann AddThis pseudonyme Informationen der Nutzer zu Marketingzwecken nutzen. Diese Daten werden mithilfe von sog. "Cookie"-Textdateien auf dem Computer der Nutzer gespeichert. Datenschutzerklärung: http://www.addthis.com/privacy, Opt-Out: http://www.addthis.com/privacy/opt-out.


SOCIAL MEDIA

Wir bieten Ihnen auf unserer Webseite die Möglichkeit der Nutzung von sog. „Social Plugins“ der Unternehmen:

  • Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA; Den Link zur Datenschutzerklärung von Facebook finden Sie hier: https://de-de.facebook.com/policy.php
  • „Tweet“-Schaltfläche von Twitter Inc., 795 Folsom St., Suite 600, San Francisco, CA 94107, USA; Den Link zur Datenschutzerklärung von Twitter finden Sie hier:https://twitter.com/de/privacy
  • „Share-Button“ von XING AG, Gänsemarkt 43, 20354 Hamburg, Deutschland. Den Link zur Datenschutzerklärung von XING finden Sie hier: https://privacy.xing.com/de/datenschutz

EINGEBETTETE YOUTUBE-VIDEOS 

Auf einigen unserer Webseiten betten wir Youtube-Videos ein. Betreiber der entsprechenden Plugins ist die YouTube, LLC, 901 Cherry Ave., San Bruno, CA 94066, USA. Wenn Sie eine Seite mit dem YouTube-Plugin besuchen, wird eine Verbindung zu Servern von Youtube hergestellt. Dabei wird Youtube mitgeteilt, welche Seiten Sie besuchen. Wenn Sie in Ihrem Youtube-Account eingeloggt sind, kann Youtube Ihr Surfverhalten Ihnen persönlich zuzuordnen. Dies verhindern Sie, indem Sie sich vorher aus Ihrem Youtube-Account ausloggen.

Wird ein Youtube-Video gestartet, setzt der Anbieter Cookies ein, die Hinweise über das Nutzerverhalten sammeln.

Wer das Speichern von Cookies für das Google-Ad-Programm deaktiviert hat, wird auch beim Anschauen von Youtube-Videos mit keinen solchen Cookies rechnen müssen. Youtube legt aber auch in anderen Cookies nicht-personenbezogene Nutzungsinformationen ab. Möchten Sie dies verhindern, so müssen Sie das Speichern von Cookies im Browser blockieren.

Weitere Informationen zum Datenschutz bei „Youtube“ finden Sie in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter: google.de/intl/de/policies/privacy/

Soweit Ihre personenbezogenen Daten anlässlich des Besuchs unserer Webseite verarbeitet werden, stehen Ihnen als „betroffene Person“ im Sinne der DSGVO folgende Rechte zu:

Auskunft
Sie können von uns gemäß Art. 15 DSGVO Auskunft darüber verlangen, ob personenbezogene Daten von Ihnen bei uns verarbeitet werden. Das Auskunftsrecht ist ausgeschlossen, wenn die Daten nur deshalb gespeichert sind, weil sie aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Aufbewahrungsfristen nicht gelöscht werden dürfen oder ausschließlich Zwecken der Datensicherung oder der Datenschutzkontrolle dienen, sofern die Auskunftserteilung einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordern würde und die Verarbeitung zu anderen Zwecken durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ausgeschlossen ist. Sofern in Ihrem Fall das Auskunftsrecht nicht ausgeschlossen ist und Ihre personenbezogenen Daten von uns verarbeitet werden, können Sie von uns Auskunft über folgende Informationen verlangen:

Berichtigung und Vervollständigung
Sofern Sie feststellen, dass uns unrichtige personenbezogene Daten von Ihnen vorliegen, können Sie von uns gemäß Art. 16 DSGVO die unverzügliche Berichtigung dieser unrichtigen Daten verlangen. Bei unvollständigen Sie betreffenden personenbezogenen Daten können sie die Vervollständigung verlangen.

Löschung
Sie haben gemäß Art. 17 DSGVO ein Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“), sofern die Verarbeitung nicht zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, des Rechts auf Information oder zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung oder zur Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt, erforderlich ist und einer der nachstehenden Gründe zutrifft:

Kein Anspruch auf Löschung besteht, wenn die Löschung im Falle rechtmäßiger nicht automatisierter Datenverarbeitung wegen der besonderen Art der Speicherung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich und Ihr Interesse an der Löschung gering ist. In diesem Fall tritt an die Stelle einer Löschung die Einschränkung der Verarbeitung.

Einschränkung der Verarbeitung
Sie können von uns gemäß Art. 18 DSGVO die Einschränkung der Verarbeitung verlangen, wenn einer der nachstehenden Gründe zutrifft:

Einschränkung der Verarbeitung bedeutet, dass die personenbezogenen Daten nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsan­sprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses verarbeitet werden. Bevor wir die Einschränkung aufheben, haben wir die Pflicht, Sie darüber zu unterrichten.

Datenübertragbarkeit
Sie haben gemäß Art. 20 DSGVO ein Recht auf Datenübertragbarkeit, sofern die Verarbeitung auf Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. a) oder Art. 9 Abs. 2 Buchst. a) DSGVO) oder auf einem Vertrag beruht, dessen Vertragspartei Sie sind und die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt. Das Recht auf Datenübertragbarkeit beinhaltet in diesem Fall folgende Rechte, sofern hierdurch nicht die Rechte und Freiheiten anderer Personen beeinträchtigt werden: Sie können von uns verlangen, die personenbezogenen Daten, die Sie uns bereit gestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Sie haben das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung unserseits zu übermitteln. Soweit technisch machbar, können Sie von uns verlangen, dass wir Ihre personenbezogenen Daten direkt an einen anderen Verantwortlichen übermitteln.

Widerspruch
Sofern die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. e) DSGVO (Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse oder in Ausübung öffentlicher Gewalt) oder auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO (berechtigtes Interesse des Verantwortlichen oder eines Dritten) beruht, haben Sie gemäß Art. 21 DSGVO das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten Widerspruch einzulegen. Das gilt auch für ein auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. e) oder Buchst. f) DSGVO gestütztes Profiling. Nach Ausübung des Widerspruchsrechts verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

Sie können jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zu Zwecken der Direktwerbung einlegen. Das gilt auch für ein Profiling, das mit einer solchen Direktwerbung in Verbindung steht. Nach Ausübung dieses Widerspruchsrechts werden wir die betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr für Zwecke der Direktwerbung verwenden.

Sie haben die Möglichkeit, den Widerspruch telefonisch, per E-Mail, ggf. per Telefax oder an unsere zu Beginn dieser Datenschutzerklärung aufgeführte Postadresse unseres Unternehmens formlos mitzuteilen.

Widerruf einer Einwilligung
Sie haben gemäß Art. 7 Abs. 3 DSGVO das Recht, eine erteilte Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen. Der Widerruf der Einwilligung kann telefonisch, per E-Mail, ggf. per Telefax oder an unsere Postadresse formlos mitgeteilt werden. Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung, die aufgrund der Einwilligung bis zum Eingang des Widerrufs erfolgt ist, nicht berührt. Nach Eingang des Widerrufs wird die Datenverarbeitung, die ausschließlich auf Ihrer Einwilligung beruhte, eingestellt.

Beschwerde
Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten rechtswidrig ist, können Sie gemäß Art. 77 DSGVO Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde für den Datenschutz einlegen, die für den Ort Ihres Aufenthaltes oder Arbeitsplatzes oder für den Ort des mutmaßlichen Verstoßes zuständig ist.

DATENSICHERHEIT
Wir verwenden innerhalb des Webseite-Besuchs das verbreitete SSL-Verfahren (Secure Socket Layer) in Verbindung mit der jeweils höchsten Verschlüsselungsstufe, die von Ihrem Browser unterstützt wird. In der Regel handelt es sich dabei um eine 256 Bit Verschlüsselung. Falls Ihr Browser keine 256-Bit Verschlüsselung unterstützt, greifen wir stattdessen auf 128-Bit v3 Technologie zurück. Ob eine einzelne Seite unseres Internetauftrittes verschlüsselt übertragen wird, erkennen Sie an der geschlossenen Darstellung des Schüssel- beziehungsweise Schloss-Symbols in der unteren Statusleiste Ihres Browsers. 

Wir bedienen uns im Übrigen geeigneter technischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen, um Ihre Daten gegen zufällige oder vorsätzliche Manipulationen, teilweisen oder vollständigen Verlust, Zerstörung oder gegen den unbefugten Zugriff Dritter zu schützen. Unsere Sicherheitsmaßnahmen werden entsprechend der technologischen Entwicklung fortlaufend verbessert.

STAND UND AKTUALISIERUNG DIESER DATENSCHUTZERKLÄRUNG
Diese Datenschutzerklärung hat den Stand vom 23. Mai 2018. 

Durch die Weiterentwicklung unserer Webseite und Angebote darüber oder aufgrund geänderter gesetzlicher beziehungsweise behördlicher Vorgaben kann es notwendig werden, diese Datenschutzerklärung zu ändern.

Wir erheben, verarbeiten und nutzen die von Ihnen zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten nur für den Zweck der Kommentierung auf dieser Website, es sei denn, dass - wir Sie auf die weitergehenden Zwecke explizit hingewiesen und Sie in eine solche Verwendung eingewilligt haben - die Verarbeitung zu einem Zweck erfolgt, der in direktem Zusammenhang mit dem ursprünglichen Zweck steht, zu dem die personenbezogenen Daten erhoben wurden, - die Verarbeitung auf eine rechtliche Verpflichtung oder behördliche oder gerichtliche Anordnung hin erfolgt, oder - zur Begründung oder zum Schutz rechtlicher Ansprüche oder zur Abwehr von rechtswidrigen Aktivitäten. Ihre personenbezogenen Daten werden wir an Dritte weder verkaufen oder vermarkten noch aus sonstigen Gründen weitergeben.
Ich willige hiermit ein, dass die EnergieAgentur.NRW, Roßstr. 92, 40476 Düsseldorf, meine personenbezogenen Daten zum Zwecke der Kommentierung erheben, verarbeiten und nutzen darf. Mir ist bekannt, dass meine Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerruflich ist.

Ich habe die vorgenannten Informationen zum Datenschutz sowie die Datenschutzerklärung , mit dortigen Hinweisen zum Kontaktformular und zur Einwilligung, gelesen und zur Kenntnis genommen.

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