Warum verschwenden Menschen am Arbeitsplatz Energie?

16. November 2015 | Psychologie

Von Führungskräften wird mitunter die Auffassung vertreten, dass ihre Mitarbeiter nur am Arbeitsplatz Energie verschwenden: In den eigenen vier Wänden seien sie sparsam, weil die Energiekosten dort ans eigene Geld gehen. Wenn diese Einschätzung zutrifft, würde das bedeuten, dass die Beschäftigten ganz bewusst Strom und Wärme verschwenden – und somit auch willentlich. Stimmt das?

In den vergangenen 16 Jahren hat die EnergieAgentur.NRW bei mehreren Hundert Projekten und Kampagnen zur Sensibilisierung für das energiebewusste Verhalten etliche Tausend persönliche Gespräche mit Beschäftigten geführt. Eine Erkenntnis aus diesen vielen Gesprächen lautet: Es gibt grob betrachtet drei Reaktionstypen, wenn man Menschen für das energiebewusste Nutzerverhalten gewinnen will. Diese drei Reaktionstypen sind: „Ich will nicht“, „Ich kann nicht“ und „Ich weiß nicht“. Das heißt, die Menschen verschwenden Energie, weil sie es nicht anders wollen (zum Beispiel aus Gleichgültigkeit), weil sie nicht anders können (beispielsweise aus objektiver oder subjektiv empfundener Zeitnot), oder weil sie es einfach nicht besser wissen.

Gleichgültigkeit, Böswilligkeit, Unwissenheit, Gewohnheit?
Manche Führungskräfte vertreten die Auffassung, dass ihre Mitarbeiter nur am Arbeitsplatz Energie verschwenden, während sie zuhause sparsam mit Strom und Wärme umgehen, weil die heimische Energieverschwendung auf dem eigenen Konto zu Buche schlägt. Trifft diese Einschätzung tatsächlich zu?

Quelle: panthermedia.net/gigraDieses janusköpfige Verhalten (im Büro verschwenderisch, zuhause sparsam) kommt unter Arbeitnehmern durchaus vor, doch sind die betreffenden Beschäftigten eine untypische, kleine Minderheit: Die Erfahrungen der EnergieAgentur.NRW belegen, dass die große Mehrheit der Menschen am Arbeitsplatz nicht aus Gleichgültigkeit oder gar Böswilligkeit Energie verschwendet („Ich will nicht“), sondern vielmehr aus Unwissenheit und – vor allem – aus Gewohnheit. Die meisten Menschen verschwenden Energie schlicht und einfach deshalb, weil sie es nicht besser wissen. Und sie sind zuhause mitnichten Energiesparer und nur am Arbeitsplatz Energieverschwender: Sie gehen in ihrem Zuhause genauso verschwenderisch mit Energie um wie im Dienst. Die meisten Menschen verschwenden also unwissend Energie – und somit zwar gedankenlos, aber unbewusst und ungewollt!

Ein Grund hierfür sind verbreitete und sehr hartnäckige Irrtümer, langlebige Vorurteile und landläufige Ammenmärchen zu Fragen des Energiesparens – wie etwa die Fehlannahme, dass es billiger sei, eine Lampe eine halbe Stunde brennen zu lassen, anstatt sie auszuschalten. Oder der Irrglaube, dass beispielsweise ein PC oder ein Drucker keinen Strom mehr verbrauche, wenn er ausgeschaltet ist. Oder auch die Fehleinschätzung, dass ein Thermostatventil am Heizkörper wie ein Wasserhahn funktioniere und deshalb umso mehr Warmwasser in den Heizkörper fließen würde, je weiter das Thermostat geöffnet ist. Dazu kommt häufig die – nicht eben zum Energiesparen motivierende – Unwissenheit über die Höhe der verhaltensbezogenen Energiesparpotenziale und über die Möglichkeiten, diese Potenziale durch energiebewusstes Verhalten zu heben.

Dieses mangelnde Wissen ist Ursache dafür, warum energieverschwenderische Verhaltensweisen bei vielen Menschen mit der Zeit zur Gewohnheit geworden sind und warum Energieverschwendung Routine, Energiesparen dagegen vielfach ungewohnt ist. Wenn jemand beispielsweise seit vielen Jahren seinen PC zum Feierabend zwar herunterfährt, ihn und den Monitor aber nicht mit Hilfe der abschaltbaren Steckdosenleiste komplett vom Stromnetz trennt, weil er glaubt, seine Bürogeräte (wie auch seine privaten Geräte der Informations- und Unterhaltungselektronik) ziehen im ausgeschalteten Zustand keinen Strom mehr, dann hat seine Unwissenheit zu einer verschwenderischen Gewohnheit geführt – die er zuhause natürlich nicht ablegt, sondern beibehält.

Psychologisch wertvoll: „Weiter wie bisher“
Diese langjährigen Praxiserfahrungen der EnergieAgentur.NRW, nach denen Projekte und Kampagnen zur Nutzermotivation in erster Linie an den Gewohnheiten und an der Unwissenheit der Menschen (die nicht mit Dummheit verwechselt werden darf!) ansetzen müssen, decken sich mit den Erkenntnissen der Neurobiologie wie auch der wissenschaftlichen Psychologie.

Quelle: privatDer renommierte Hirnforscher Gerhard Roth, von 2003 bis 2011 Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes und seit 2009 Koordinator des „European Campus of Excellence“, führt aus: „Menschen suchen sich […] in der Regel diejenigen Lebensumstände, die zu ihrer Persönlichkeit passen, anstatt sich in ihrer Persönlichkeit und Lebensführung den wechselnden Lebensumständen anzupassen. Sie zeigen also Anpassung, die auf Konstanz aus ist. Dies drückt sich in der Tendenz der meisten Menschen aus, weiterzumachen wie bisher, selbst wenn Veränderungen ihnen durchaus Vorteile bringen würden […] Ein Weitermachen wie bisher trägt eine starke Belohnung in sich als Lust an der Routine, am Expertentum, am Statusbewahren“ (Roth 2013, S. 290). Denn das Festhalten an Gewohnheiten wird vom Gehirn durch das Ausschütten von „Belohnungsstoffen“ verstärkt – weshalb wir im Volksmund auch von den „lieb gewordenen Gewohnheiten“ sprechen.

Gewohnheiten sind nichts anderes als ein Verhalten, das regelmäßig in einem stabilen Kontext stattfindet, und genau solche Verhaltensweisen führen wir automatisiert und nicht bewusst aus (vgl. Wood et al. 2002) – natürlich auch bei der Nutzung von Energie: „Sowohl die Nutzung von Heizenergiewärme als auch die Benutzung elektrischer Geräte und Beleuchtung ist in Alltagsroutinen eingebunden. Neuere Untersuchungen aus dem Bereich der Umweltpsychologie […] zeigen, dass gerade in der daraus resultierenden Habitualisierung starke Beschränkungen für die intentionale Veränderung solcher Verhaltensweisen liegen […] Es erscheint daher dringend geboten, den Aspekt der Gewohnheitsbildung bei der Entwicklung und Bewertung von Interventionsstrategien im Bereich der Energienutzung allgemein und insbesondere für den Bereich der Organisationen zu berücksichtigen“ (Matthies/Wagner 2011, S. 15).

Die Macht der Gewohnheit – ein Selbstversuch
Die Verhaltenssteuerung durch die Gewohnheit ist im Zweifelsfall sogar stärker als jene, die auf Wissen basiert. Mit anderen Worten: Die Gewohnheit vermag sogar den Verstand außer Kraft zu setzen. Wenn Sie diese Macht der Gewohnheit einmal am eigenen Leib erfahren möchten, sei Ihnen der folgende kleine Selbstversuch empfohlen.

Quelle: panthermedia.net/Jörg SchmalenbergerHängen Sie die Wanduhr in Ihrem dienstlichen Büro, Ihrer heimischen Küche oder in Ihrem Wohnzimmer mit mehreren Metern Abstand von ihrem angestammten Platz an eine andere Wand desselben Raumes. Sie werden überrascht sein, wie oft Sie, wenn Sie in der darauffolgenden Woche die Uhrzeit ablesen möchten, völlig vergeblich auf die Stelle an der Wand schauen werden, an der Ihre Uhr bisher gehangen hat. Obwohl Sie wissen, dass die Wanduhr woanders hängt, und obwohl Sie sogar eigenhändig ihren Platz verändert haben, schauen Sie vermutlich immer wieder auf ihren alten, nunmehr verwaisten Platz – aus purer Gewohnheit, die Ihren Verstand bei der Verhaltenssteuerung immer wieder „übertrumpft“. Mit einem Wort: Die Alltagsroutine lässt Sie bestimmte Dinge wider besseres Wissen tun.

Alternativ zum Umhängen der Wanduhr können Sie beispielsweise auch den Papierkorb in Ihrem Büro an eine andere Wand stellen. Sie werden wahrscheinlich immer dieselbe Erfahrung machen: Alte Gewohnheiten steuern unser Verhalten unbewusst und selbst dann, wenn wir wissen, dass ein veränderter Kontext ein verändertes Verhalten notwendig macht.

Siamesische Zwillinge: Verhaltensänderung und Bewusstseinsbildung
Die verhaltenssteuernde Macht der Gewohnheit bleibt nicht ohne Folgen für Vorhaben zur Sensibilisierung und Motivation von Beschäftigten. Projekte und Kampagnen, die das Ziel haben, den Strom- und Wärmeverbrauch zum Beispiel einer Verwaltung durch den „Faktor Mensch“ zu senken, müssen dicke Bretter bohren. Denn sie zielen nur auf der Erscheinungsebene auf das Verändern von Verhaltensweisen ab: Im Kern ist ihr Ziel das Verändern von lieb gewordenen Gewohnheiten, was wiederum die Bewusstseinsbildung und das Hinterfragen von unbewusst ablaufenden Handlungsroutinen voraussetzt. Und das Bohren solch dicker Bretter erfordert Geduld und einen langen Atem.

Die gute Nachricht aber ist: Wenn sich die Beschäftigten erst einmal energiebewusst verhalten, sind auch diese Verhaltensweisen relativ stabil.

Literatur
EnergieAgentur.NRW: „Faktor Mensch“ – Die dauerhafte Motivation der Beschäftigten für das energiebewusste Verhalten. Das Kompendium der „mission E“. 2., erweiterte und komplett überarbeitete Auflage, Düsseldorf 2015, S. 37-40

Matthies, Ellen/Wagner, Hermann-Josef (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. Berlin 2011 (Reihe „Energie und Nachhaltigkeit“)

Roth, Gerhard: Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern. Stuttgart 2013

Wood, Wendy et al.: Habits in everyday life – The thought and feel of action. In: Journal of Personality and Social Psychology, Volume 83 (2002), S. 1281-1297


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Autor: Tom Küster



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      In den vergangenen 16 Jahren hat die EnergieAgentur.NRW bei mehreren Hundert Projekten und Kampagnen zur Sensibilisierung für das energiebewusste Verhalten etliche Tausend persönliche Gespräche mit Beschäftigten geführt. Eine Erkenntnis aus diesen vielen Gesprächen lautet: Es gibt grob betrachtet drei Reaktionstypen, wenn man Menschen für das energiebewusste Nutzerverhalten gewinnen will. Diese drei Reaktionstypen sind: „Ich will nicht“, „Ich kann nicht“ und „Ich weiß nicht“. Das heißt, die Menschen verschwenden Energie, weil sie es nicht anders wollen (zum Beispiel aus Gleichgültigkeit), weil sie nicht anders können (beispielsweise aus objektiver oder subjektiv empfundener Zeitnot), oder weil sie es einfach nicht besser wissen.

      Gleichgültigkeit, Böswilligkeit, Unwissenheit, Gewohnheit?
      Manche Führungskräfte vertreten die Auffassung, dass ihre Mitarbeiter nur am Arbeitsplatz Energie verschwenden, während sie zuhause sparsam mit Strom und Wärme umgehen, weil die heimische Energieverschwendung auf dem eigenen Konto zu Buche schlägt. Trifft diese Einschätzung tatsächlich zu?

      Quelle: panthermedia.net/gigraDieses janusköpfige Verhalten (im Büro verschwenderisch, zuhause sparsam) kommt unter Arbeitnehmern durchaus vor, doch sind die betreffenden Beschäftigten eine untypische, kleine Minderheit: Die Erfahrungen der EnergieAgentur.NRW belegen, dass die große Mehrheit der Menschen am Arbeitsplatz nicht aus Gleichgültigkeit oder gar Böswilligkeit Energie verschwendet („Ich will nicht“), sondern vielmehr aus Unwissenheit und – vor allem – aus Gewohnheit. Die meisten Menschen verschwenden Energie schlicht und einfach deshalb, weil sie es nicht besser wissen. Und sie sind zuhause mitnichten Energiesparer und nur am Arbeitsplatz Energieverschwender: Sie gehen in ihrem Zuhause genauso verschwenderisch mit Energie um wie im Dienst. Die meisten Menschen verschwenden also unwissend Energie – und somit zwar gedankenlos, aber unbewusst und ungewollt!

      Ein Grund hierfür sind verbreitete und sehr hartnäckige Irrtümer, langlebige Vorurteile und landläufige Ammenmärchen zu Fragen des Energiesparens – wie etwa die Fehlannahme, dass es billiger sei, eine Lampe eine halbe Stunde brennen zu lassen, anstatt sie auszuschalten. Oder der Irrglaube, dass beispielsweise ein PC oder ein Drucker keinen Strom mehr verbrauche, wenn er ausgeschaltet ist. Oder auch die Fehleinschätzung, dass ein Thermostatventil am Heizkörper wie ein Wasserhahn funktioniere und deshalb umso mehr Warmwasser in den Heizkörper fließen würde, je weiter das Thermostat geöffnet ist. Dazu kommt häufig die – nicht eben zum Energiesparen motivierende – Unwissenheit über die Höhe der verhaltensbezogenen Energiesparpotenziale und über die Möglichkeiten, diese Potenziale durch energiebewusstes Verhalten zu heben.

      Dieses mangelnde Wissen ist Ursache dafür, warum energieverschwenderische Verhaltensweisen bei vielen Menschen mit der Zeit zur Gewohnheit geworden sind und warum Energieverschwendung Routine, Energiesparen dagegen vielfach ungewohnt ist. Wenn jemand beispielsweise seit vielen Jahren seinen PC zum Feierabend zwar herunterfährt, ihn und den Monitor aber nicht mit Hilfe der abschaltbaren Steckdosenleiste komplett vom Stromnetz trennt, weil er glaubt, seine Bürogeräte (wie auch seine privaten Geräte der Informations- und Unterhaltungselektronik) ziehen im ausgeschalteten Zustand keinen Strom mehr, dann hat seine Unwissenheit zu einer verschwenderischen Gewohnheit geführt – die er zuhause natürlich nicht ablegt, sondern beibehält.

      Psychologisch wertvoll: „Weiter wie bisher“
      Diese langjährigen Praxiserfahrungen der EnergieAgentur.NRW, nach denen Projekte und Kampagnen zur Nutzermotivation in erster Linie an den Gewohnheiten und an der Unwissenheit der Menschen (die nicht mit Dummheit verwechselt werden darf!) ansetzen müssen, decken sich mit den Erkenntnissen der Neurobiologie wie auch der wissenschaftlichen Psychologie.

      Quelle: privatDer renommierte Hirnforscher Gerhard Roth, von 2003 bis 2011 Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes und seit 2009 Koordinator des „European Campus of Excellence“, führt aus: „Menschen suchen sich […] in der Regel diejenigen Lebensumstände, die zu ihrer Persönlichkeit passen, anstatt sich in ihrer Persönlichkeit und Lebensführung den wechselnden Lebensumständen anzupassen. Sie zeigen also Anpassung, die auf Konstanz aus ist. Dies drückt sich in der Tendenz der meisten Menschen aus, weiterzumachen wie bisher, selbst wenn Veränderungen ihnen durchaus Vorteile bringen würden […] Ein Weitermachen wie bisher trägt eine starke Belohnung in sich als Lust an der Routine, am Expertentum, am Statusbewahren“ (Roth 2013, S. 290). Denn das Festhalten an Gewohnheiten wird vom Gehirn durch das Ausschütten von „Belohnungsstoffen“ verstärkt – weshalb wir im Volksmund auch von den „lieb gewordenen Gewohnheiten“ sprechen.

      Gewohnheiten sind nichts anderes als ein Verhalten, das regelmäßig in einem stabilen Kontext stattfindet, und genau solche Verhaltensweisen führen wir automatisiert und nicht bewusst aus (vgl. Wood et al. 2002) – natürlich auch bei der Nutzung von Energie: „Sowohl die Nutzung von Heizenergiewärme als auch die Benutzung elektrischer Geräte und Beleuchtung ist in Alltagsroutinen eingebunden. Neuere Untersuchungen aus dem Bereich der Umweltpsychologie […] zeigen, dass gerade in der daraus resultierenden Habitualisierung starke Beschränkungen für die intentionale Veränderung solcher Verhaltensweisen liegen […] Es erscheint daher dringend geboten, den Aspekt der Gewohnheitsbildung bei der Entwicklung und Bewertung von Interventionsstrategien im Bereich der Energienutzung allgemein und insbesondere für den Bereich der Organisationen zu berücksichtigen“ (Matthies/Wagner 2011, S. 15).

      Die Macht der Gewohnheit – ein Selbstversuch
      Die Verhaltenssteuerung durch die Gewohnheit ist im Zweifelsfall sogar stärker als jene, die auf Wissen basiert. Mit anderen Worten: Die Gewohnheit vermag sogar den Verstand außer Kraft zu setzen. Wenn Sie diese Macht der Gewohnheit einmal am eigenen Leib erfahren möchten, sei Ihnen der folgende kleine Selbstversuch empfohlen.

      Quelle: panthermedia.net/Jörg SchmalenbergerHängen Sie die Wanduhr in Ihrem dienstlichen Büro, Ihrer heimischen Küche oder in Ihrem Wohnzimmer mit mehreren Metern Abstand von ihrem angestammten Platz an eine andere Wand desselben Raumes. Sie werden überrascht sein, wie oft Sie, wenn Sie in der darauffolgenden Woche die Uhrzeit ablesen möchten, völlig vergeblich auf die Stelle an der Wand schauen werden, an der Ihre Uhr bisher gehangen hat. Obwohl Sie wissen, dass die Wanduhr woanders hängt, und obwohl Sie sogar eigenhändig ihren Platz verändert haben, schauen Sie vermutlich immer wieder auf ihren alten, nunmehr verwaisten Platz – aus purer Gewohnheit, die Ihren Verstand bei der Verhaltenssteuerung immer wieder „übertrumpft“. Mit einem Wort: Die Alltagsroutine lässt Sie bestimmte Dinge wider besseres Wissen tun.

      Alternativ zum Umhängen der Wanduhr können Sie beispielsweise auch den Papierkorb in Ihrem Büro an eine andere Wand stellen. Sie werden wahrscheinlich immer dieselbe Erfahrung machen: Alte Gewohnheiten steuern unser Verhalten unbewusst und selbst dann, wenn wir wissen, dass ein veränderter Kontext ein verändertes Verhalten notwendig macht.

      Siamesische Zwillinge: Verhaltensänderung und Bewusstseinsbildung
      Die verhaltenssteuernde Macht der Gewohnheit bleibt nicht ohne Folgen für Vorhaben zur Sensibilisierung und Motivation von Beschäftigten. Projekte und Kampagnen, die das Ziel haben, den Strom- und Wärmeverbrauch zum Beispiel einer Verwaltung durch den „Faktor Mensch“ zu senken, müssen dicke Bretter bohren. Denn sie zielen nur auf der Erscheinungsebene auf das Verändern von Verhaltensweisen ab: Im Kern ist ihr Ziel das Verändern von lieb gewordenen Gewohnheiten, was wiederum die Bewusstseinsbildung und das Hinterfragen von unbewusst ablaufenden Handlungsroutinen voraussetzt. Und das Bohren solch dicker Bretter erfordert Geduld und einen langen Atem.

      Die gute Nachricht aber ist: Wenn sich die Beschäftigten erst einmal energiebewusst verhalten, sind auch diese Verhaltensweisen relativ stabil.

      Literatur
      EnergieAgentur.NRW: „Faktor Mensch“ – Die dauerhafte Motivation der Beschäftigten für das energiebewusste Verhalten. Das Kompendium der „mission E“. 2., erweiterte und komplett überarbeitete Auflage, Düsseldorf 2015, S. 37-40

      Matthies, Ellen/Wagner, Hermann-Josef (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. Berlin 2011 (Reihe „Energie und Nachhaltigkeit“)

      Roth, Gerhard: Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern. Stuttgart 2013

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Die Cookies enthalten keine personenbezogenen Informationen. Die Verwendung der DoubleClick-Cookies ermöglicht Google und seinen Partner-Webseiten lediglich die Schaltung von Anzeigen auf Basis vorheriger Besuche auf unserer oder anderen Webseiten im Internet. Die durch die Cookies erzeugten Informationen werden von Google zur Auswertung an einen Server in den USA übertragen und dort gespeichert. Eine Übertragung der Daten durch Google an Dritte findet nur aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder im Rahmen der Auftragsdatenverarbeitung statt. 

Durch die Nutzung unserer Webseiten erklären Sie sich mit der Verarbeitung der Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise zu dem genannten Zweck einverstanden. Wenn Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, können Sie dies über Ihre Browser-Einstellungen verhindern. Alternativ können Sie unter dem folgenden Link das unter dem Punkt „Erweiterung zur DoubleClick-Deaktivierung“ verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: google.com/settings/ads/plugin?hl=de.

Sharing-Funktionen von AddThis
Innerhalb unseres Onlineangebotes wird der Dienst "AddThis" (1595 Spring Hill Rd Suite 300 Vienna, VA 22182, USA) zum Teilen von Inhalten dieses Onlineangebotes innerhalb sozialer Netzwerke eingesetzt (sog. Sharing). AddThis nutzt die personenbezogenen Informationen der Nutzer für die Zurverfügungstellung und das Ausführen der Sharing-Funktionen. Darüber hinaus kann AddThis pseudonyme Informationen der Nutzer zu Marketingzwecken nutzen. Diese Daten werden mithilfe von sog. "Cookie"-Textdateien auf dem Computer der Nutzer gespeichert. Datenschutzerklärung: http://www.addthis.com/privacy, Opt-Out: http://www.addthis.com/privacy/opt-out.


SOCIAL MEDIA

Wir bieten Ihnen auf unserer Webseite die Möglichkeit der Nutzung von sog. „Social Plugins“ der Unternehmen:

  • Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA; Den Link zur Datenschutzerklärung von Facebook finden Sie hier: https://de-de.facebook.com/policy.php
  • „Tweet“-Schaltfläche von Twitter Inc., 795 Folsom St., Suite 600, San Francisco, CA 94107, USA; Den Link zur Datenschutzerklärung von Twitter finden Sie hier:https://twitter.com/de/privacy
  • „Share-Button“ von XING AG, Gänsemarkt 43, 20354 Hamburg, Deutschland. Den Link zur Datenschutzerklärung von XING finden Sie hier: https://privacy.xing.com/de/datenschutz

EINGEBETTETE YOUTUBE-VIDEOS 

Auf einigen unserer Webseiten betten wir Youtube-Videos ein. Betreiber der entsprechenden Plugins ist die YouTube, LLC, 901 Cherry Ave., San Bruno, CA 94066, USA. Wenn Sie eine Seite mit dem YouTube-Plugin besuchen, wird eine Verbindung zu Servern von Youtube hergestellt. Dabei wird Youtube mitgeteilt, welche Seiten Sie besuchen. Wenn Sie in Ihrem Youtube-Account eingeloggt sind, kann Youtube Ihr Surfverhalten Ihnen persönlich zuzuordnen. Dies verhindern Sie, indem Sie sich vorher aus Ihrem Youtube-Account ausloggen.

Wird ein Youtube-Video gestartet, setzt der Anbieter Cookies ein, die Hinweise über das Nutzerverhalten sammeln.

Wer das Speichern von Cookies für das Google-Ad-Programm deaktiviert hat, wird auch beim Anschauen von Youtube-Videos mit keinen solchen Cookies rechnen müssen. Youtube legt aber auch in anderen Cookies nicht-personenbezogene Nutzungsinformationen ab. Möchten Sie dies verhindern, so müssen Sie das Speichern von Cookies im Browser blockieren.

Weitere Informationen zum Datenschutz bei „Youtube“ finden Sie in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter: google.de/intl/de/policies/privacy/

Soweit Ihre personenbezogenen Daten anlässlich des Besuchs unserer Webseite verarbeitet werden, stehen Ihnen als „betroffene Person“ im Sinne der DSGVO folgende Rechte zu:

Auskunft
Sie können von uns gemäß Art. 15 DSGVO Auskunft darüber verlangen, ob personenbezogene Daten von Ihnen bei uns verarbeitet werden. Das Auskunftsrecht ist ausgeschlossen, wenn die Daten nur deshalb gespeichert sind, weil sie aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Aufbewahrungsfristen nicht gelöscht werden dürfen oder ausschließlich Zwecken der Datensicherung oder der Datenschutzkontrolle dienen, sofern die Auskunftserteilung einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordern würde und die Verarbeitung zu anderen Zwecken durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ausgeschlossen ist. Sofern in Ihrem Fall das Auskunftsrecht nicht ausgeschlossen ist und Ihre personenbezogenen Daten von uns verarbeitet werden, können Sie von uns Auskunft über folgende Informationen verlangen:

Berichtigung und Vervollständigung
Sofern Sie feststellen, dass uns unrichtige personenbezogene Daten von Ihnen vorliegen, können Sie von uns gemäß Art. 16 DSGVO die unverzügliche Berichtigung dieser unrichtigen Daten verlangen. Bei unvollständigen Sie betreffenden personenbezogenen Daten können sie die Vervollständigung verlangen.

Löschung
Sie haben gemäß Art. 17 DSGVO ein Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“), sofern die Verarbeitung nicht zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, des Rechts auf Information oder zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung oder zur Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt, erforderlich ist und einer der nachstehenden Gründe zutrifft:

Kein Anspruch auf Löschung besteht, wenn die Löschung im Falle rechtmäßiger nicht automatisierter Datenverarbeitung wegen der besonderen Art der Speicherung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich und Ihr Interesse an der Löschung gering ist. In diesem Fall tritt an die Stelle einer Löschung die Einschränkung der Verarbeitung.

Einschränkung der Verarbeitung
Sie können von uns gemäß Art. 18 DSGVO die Einschränkung der Verarbeitung verlangen, wenn einer der nachstehenden Gründe zutrifft:

Einschränkung der Verarbeitung bedeutet, dass die personenbezogenen Daten nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsan­sprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses verarbeitet werden. Bevor wir die Einschränkung aufheben, haben wir die Pflicht, Sie darüber zu unterrichten.

Datenübertragbarkeit
Sie haben gemäß Art. 20 DSGVO ein Recht auf Datenübertragbarkeit, sofern die Verarbeitung auf Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. a) oder Art. 9 Abs. 2 Buchst. a) DSGVO) oder auf einem Vertrag beruht, dessen Vertragspartei Sie sind und die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt. Das Recht auf Datenübertragbarkeit beinhaltet in diesem Fall folgende Rechte, sofern hierdurch nicht die Rechte und Freiheiten anderer Personen beeinträchtigt werden: Sie können von uns verlangen, die personenbezogenen Daten, die Sie uns bereit gestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Sie haben das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung unserseits zu übermitteln. Soweit technisch machbar, können Sie von uns verlangen, dass wir Ihre personenbezogenen Daten direkt an einen anderen Verantwortlichen übermitteln.

Widerspruch
Sofern die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. e) DSGVO (Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse oder in Ausübung öffentlicher Gewalt) oder auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO (berechtigtes Interesse des Verantwortlichen oder eines Dritten) beruht, haben Sie gemäß Art. 21 DSGVO das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten Widerspruch einzulegen. Das gilt auch für ein auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. e) oder Buchst. f) DSGVO gestütztes Profiling. Nach Ausübung des Widerspruchsrechts verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

Sie können jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zu Zwecken der Direktwerbung einlegen. Das gilt auch für ein Profiling, das mit einer solchen Direktwerbung in Verbindung steht. Nach Ausübung dieses Widerspruchsrechts werden wir die betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr für Zwecke der Direktwerbung verwenden.

Sie haben die Möglichkeit, den Widerspruch telefonisch, per E-Mail, ggf. per Telefax oder an unsere zu Beginn dieser Datenschutzerklärung aufgeführte Postadresse unseres Unternehmens formlos mitzuteilen.

Widerruf einer Einwilligung
Sie haben gemäß Art. 7 Abs. 3 DSGVO das Recht, eine erteilte Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen. Der Widerruf der Einwilligung kann telefonisch, per E-Mail, ggf. per Telefax oder an unsere Postadresse formlos mitgeteilt werden. Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung, die aufgrund der Einwilligung bis zum Eingang des Widerrufs erfolgt ist, nicht berührt. Nach Eingang des Widerrufs wird die Datenverarbeitung, die ausschließlich auf Ihrer Einwilligung beruhte, eingestellt.

Beschwerde
Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten rechtswidrig ist, können Sie gemäß Art. 77 DSGVO Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde für den Datenschutz einlegen, die für den Ort Ihres Aufenthaltes oder Arbeitsplatzes oder für den Ort des mutmaßlichen Verstoßes zuständig ist.

DATENSICHERHEIT
Wir verwenden innerhalb des Webseite-Besuchs das verbreitete SSL-Verfahren (Secure Socket Layer) in Verbindung mit der jeweils höchsten Verschlüsselungsstufe, die von Ihrem Browser unterstützt wird. In der Regel handelt es sich dabei um eine 256 Bit Verschlüsselung. Falls Ihr Browser keine 256-Bit Verschlüsselung unterstützt, greifen wir stattdessen auf 128-Bit v3 Technologie zurück. Ob eine einzelne Seite unseres Internetauftrittes verschlüsselt übertragen wird, erkennen Sie an der geschlossenen Darstellung des Schüssel- beziehungsweise Schloss-Symbols in der unteren Statusleiste Ihres Browsers. 

Wir bedienen uns im Übrigen geeigneter technischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen, um Ihre Daten gegen zufällige oder vorsätzliche Manipulationen, teilweisen oder vollständigen Verlust, Zerstörung oder gegen den unbefugten Zugriff Dritter zu schützen. Unsere Sicherheitsmaßnahmen werden entsprechend der technologischen Entwicklung fortlaufend verbessert.

STAND UND AKTUALISIERUNG DIESER DATENSCHUTZERKLÄRUNG
Diese Datenschutzerklärung hat den Stand vom 23. Mai 2018. 

Durch die Weiterentwicklung unserer Webseite und Angebote darüber oder aufgrund geänderter gesetzlicher beziehungsweise behördlicher Vorgaben kann es notwendig werden, diese Datenschutzerklärung zu ändern.

Wir erheben, verarbeiten und nutzen die von Ihnen zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten nur für den Zweck der Kommentierung auf dieser Website, es sei denn, dass - wir Sie auf die weitergehenden Zwecke explizit hingewiesen und Sie in eine solche Verwendung eingewilligt haben - die Verarbeitung zu einem Zweck erfolgt, der in direktem Zusammenhang mit dem ursprünglichen Zweck steht, zu dem die personenbezogenen Daten erhoben wurden, - die Verarbeitung auf eine rechtliche Verpflichtung oder behördliche oder gerichtliche Anordnung hin erfolgt, oder - zur Begründung oder zum Schutz rechtlicher Ansprüche oder zur Abwehr von rechtswidrigen Aktivitäten. Ihre personenbezogenen Daten werden wir an Dritte weder verkaufen oder vermarkten noch aus sonstigen Gründen weitergeben.
Ich willige hiermit ein, dass die EnergieAgentur.NRW, Roßstr. 92, 40476 Düsseldorf, meine personenbezogenen Daten zum Zwecke der Kommentierung erheben, verarbeiten und nutzen darf. Mir ist bekannt, dass meine Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerruflich ist.

Ich habe die vorgenannten Informationen zum Datenschutz sowie die Datenschutzerklärung , mit dortigen Hinweisen zum Kontaktformular und zur Einwilligung, gelesen und zur Kenntnis genommen.

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