Klimaschutz: Wer trägt die Verantwortung – der Einzelne oder die Politik?

27. March 2020 | Psychologie

Gastbeitrag von Jonas Böhmann

 

Der Vorsatz stimmt, aber es scheitert an der Umsetzung – diese Erfahrung dürften viele Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens schon einmal gemacht haben. In Zeiten des Klimawandels ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Mehrzahl der Menschen in Deutschland Klima- und Umweltschutz für wichtig erachten. Der Vorsatz ist also da, was sich zum Beispiel im Konsumverhalten der Deutschen äußert. Dennoch ist in anderen Bereichen des Lebens eine gegenläufige Tendenz zu beobachten. Nehmen wir das Reisen: Hier sind vor allem steigende Zahlen im Flugverkehr und bei der Schifffahrt zu beobachten.

 

Der gute Vorsatz für das neue Jahr wird nicht immer umgesetzt (Bild: Unsplash).

 

Doch woran liegt das? Liegt der Ball beim Individuum, „dem Endverbraucher“, wenn er seine Vorsätze in die Tat umsetzen will? Oder muss „die Politik“ die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit die individuelle Motivation auch tatsächlich zu Handlungen führen kann? Kurzum: Wer trägt die Verantwortung für den Klimaschutz? Bei dem Versuch, auf diese Frage eine Antwort zu finden, schlägt dieser Artikel einen Bogen: Ausgehend von der psychologischen Fragestellung geht er im nächsten Schritt auf die darunterliegende ethische Dimension ein, um dann wieder auf die Psychologie zurückzukommen.

 

Die Lücke zwischen Vorsatz und Handlung
Die Intentions-Handlungs-Lücke („value-action-gap“) bezeichnet die Diskrepanz zwischen den Absichten und tatsächlichen Handlungen eines Individuums (vgl. Sheeran & Webb 2016). Deshalb wurde die Umweltpsychologin Dr. Ellen Matthies in einem Interview gefragt, was die/der Einzelne machen könne, um an dieser Diskrepanz etwas zu verändern. Sie sieht, dass es Bereiche gibt, in denen individuelle Motivation durch Vorbilder funktioniert. Dennoch betont Matthies, dass die individuelle Motivation für den Klimaschutz oft an Rahmenbedingen scheitere: Die Politik stehe hier in der Plicht.

 

Die Umweltpsychologin Dr. Elke Matthies plädiert dafür, Klimaschutz als etwas Positives zu begreifen (Bild: Pixabay).

 

Doch welche Verantwortung können wir dem Individuum zuschreiben? Die komplette Verantwortung für den Klimaschutz können wir ihm schwerlich aufbürden, gar keine Verantwortung dürfte aber auch keine Lösung sein. Auf der Suche nach Antworten soll hier eine andere Disziplin weiterhelfen: die Ethik. Denn „Verantwortung“ und „Pflicht“ sind ethische Begriffe.

 

Warum die Klimaethik weiterhelfen kann
Der Duden sagt, Verantwortung ist die [mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Stellung verbundene] Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht“.

 

Vereinfacht gesagt geht es bei Verantwortung also darum, das Notwendige und vor allem Richtige zu tun. Gegenstand der Klimaethik wiederum ist die allgemeine Frage, was dieses Richtige in Bezug auf den Klimawandel ist. Auch stellt die Klimaethik im Besonderen die Frage, welche Verantwortung allen Beteiligten hieraus erwächst. Und genau dies ist die thematische Schnittmenge mit dem vorliegenden Beitrag, der danach fragt, wer die Verantwortung für den Klimaschutz trägt.

 

Das Klima ist kein isolierter Vorgang, es hat umfangreiche Auswirkungen auf die gesamte Umwelt (Bild: Unsplash).

 

Themen der Klimaethik
Zur Orientierung vorab eine grobe Darstellung der wichtigsten Themen der Klimaethik. Konsultiert man den Beitrag „Klimaethik“ von Prof. Dr. Bernward Gesang auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung, so zeigen sich drei große Themenblöcke: Der erste davon dreht sich um die Frage, inwiefern die Vermeidung von Treibhausgasemissionen ethisch geboten ist. Der zweite beinhaltet die ethische Diskussion über die nötigen Anpassungen an Schäden, welche durch den Klimawandel entstehen. Beim dritten Themenblock geht es um „Climate Engineering“: die ethische Erwägung, Sulfate in die Atmosphäre einzuspeisen, um damit eine Abkühlung derselben zu erzeugen.

 

Neben diesen Themenblöcken gibt es allerdings noch zwei weitere wichtige Themen der Klimaethik: einerseits die Möglichkeiten individuellen Handelns im Klimawandel und andererseits die Voraussetzungen für gute Klimapolitik. Wir wollen das als Bestätigung sehen, dass die Frage nach der Verantwortung beim Klimaschutz auch außerhalb dieses Beitrags eine Rolle spielt.

 

Wenn wir wissen, wo der Einzelne Einfluss nehmen kann, können wir bestimmen, welche Verantwortung daraus folgt (Bild: Unsplash).

 

Individuelle Verantwortung in der Klimaethik
Welche Verantwortung hat nun das Individuum? Welche sollte es sinnvollerweise überhaupt haben? Bernward Gesang, Philosophieprofessor für Wirtschaftsethik an der Universität Mannheim, gibt darauf zwei Antworten. Zunächst jedoch differenziert er die Arten der Einflussnahme. Denn erst, wenn wir feststellen, wo sinnvollerweise Einfluss genommen werden kann, können wir auch bestimmen, welche Verantwortung daraus folgt.

 

Bernward zeigt sich nämlich skeptisch gegenüber den direkten Einflussmöglichkeiten von Einzelpersonen; dennoch betont er, dass das Individuum indirekt Einfluss nehmen könne – etwa durch politisches Engagement. Denn wenn der politische Rahmen das Problem sei, gelte es, ihn zu verändern. Das Individuum sei hier als politisch aktiver Bürger oder Wähler gefragt, den Rahmen für den Klimaschutz zu umzugestalten. Zum anderen könne sich das Individuum durch eine Vorbildfunktion motiviert fühlen, aktiven Klimaschutz zu betreiben. „Wer Wasser predigt und Wein trinkt, ist schließlich nicht glaubwürdig. Diese Wahrnehmung politischer Verpflichtungen ist aus Sicht einer indirekten Betrachtung ein vernünftiger Grund für individuelle Verhaltensänderungen.“ (Gesang 2011, S. 182)

 

Individuelle Verantwortung lässt sich zum einen durch politisches Engagement wahrnehmen (Bild: Unsplash).

 

Ein klimaethischer Vergleich: Dr. Ellen Matthies und die misson E
Wenn man Gesangs Argumenten zustimmt, hat der oder die Einzelne also zwei Ebenen der Verantwortung: die als politisch aktiver Bürger und die als Vorbild für andere. Interessanterweise führt das zwei Standpunkte zusammen, von denen der eine bereits erwähnt wurde: der von Dr. Ellen Matthies. Im Zusammenhang mit den politischen Lösungen, die eine Alternative zu Autos anböten, beklagt sie: „Sie werden aber viel zu wenig eingefordert“. Unabhängig von den konkreten politischen Inhalten deutet sich hier eine also ein ganz ähnliche Haltung an wie bei Bernward Gesang, der eine Verantwortung des politisch aktiven Bürgers sieht.

 

Ein Ansatz, der die Vorbildfunktion von Individuen aktivieren will, ist die mission E – eine Initiative, deren Ziel das energiebewusste Verhalten am Arbeitsplatz ist. Das leistet sie u.a., indem sie Multiplikatoren in Unternehmen und Verwaltungen gezielt für die Aufgabe der Nutzersensibilisierung und Nutzermotivation qualifiziert. Menschen, welche auf Grund ihres Engagements prädestiniert dafür sind, Vorbilder zu sein, werden in die Lage versetzt, ihre Kolleginnen und Kollegen langfristig, weil intrinsisch für das energiebewusste Verhalten am Arbeitsplatz zu motivieren. Sowohl die mission E als auch Dr. Ellen Matthies finden also Platz in Bernward Gesangs Ausführungen.

 

Das Konzept der mission E basiert auf der Qualifizierung von Multiplikatoren in einer Verwaltung oder einem Unternehmen, die dann ihre Kollegen für das energiebewusste Verhalten sensibilisieren (Bild: panthermedia.net).

 

Mobilität und Rahmenbedingungen
Matthies betont zurecht, dass es die politischen Rahmenbedingungen sind, die individuelle Motivation steuern können. Konkretisieren wir das am Beispiel des Tempolimits: Würde die Politik über die Gesetzgebung bundesweit ein Tempolimit von beispielsweise 130 km/h einführen, wären alle Bundesbürger (aufgrund der drohenden Sanktionen) motiviert, unterhalb dieser Grenze zu bleiben. CO2-Emissionen würden eingespart, das Klima würde geschont.

 

Neben solchen negativen Anreizen durch die Gesetzgebung sind in diesem Kontext vor allem positive Anreize interessant. Matthies nennt verschiedene: den Ausbau der Bahn, niedrigere Preise im Fernverkehr und bessere Bedingungen für die Fahrradmobilität. Auch hier kann man sich vorstellen, dass entsprechende Maßnahmen die individuelle Motivation befördern.

 

Mobilität und Vorbilder
Gibt es auch Potentiale bei der individuellen Nutzermotivation? Denn gemäß eines „Portfolio“-Ansatzes in der Klimaethik lohnt es sich, möglichst viele Wege des Klimaschutzes zu realisieren.

 

Nach dem Portfolioansatz sollte man nicht alles auf ein Pferd setzen (Bild: Unsplash).

 

Der Portfoliobegriff kommt aus der Investmentbranche. Er beschreibt die Idee, eine Geldanlage so vielfältig zu streuen, dass das Gefahr das Geld zu verlieren, gesenkt wird. Ein Beispiel: Wenn ich mein ganzes Geld jederzeit in einem Sack mit mir herumtrage, habe ich ein größeres Risiko, all mein Geld zu verlieren, als wenn ich einen Stapel unter das Bett lege, einen weiteren im Banksafe und den Rest in meinem Portemonnaie verstaue. Übertragen auf unseren Kontext heißt das: Je mehr Strategien zum Klimaschutz effektiv eingesetzt werden können, desto geringer ist das Risiko einer Erderwärmung um über 2 Grad Celsius.

 

Wir erinnern uns: Verantwortung hängt damit zusammen, was man als Individuum tatsächlich beeinflussen kann. Bei der mission E lässt sich ein messbarer Einfluss auf die Energiebilanz von Betrieben und Verwaltungen nachweisen. Innerhalb eines Betriebes funktioniert eine freiwillige Motivation durch Vorbilder also gut. Doch wie gut funktioniert eine Vorbildfunktion auch „auf der Straße“? Lässt sich das Mobilitätsverhalten durch Vorbilder ebenfalls beeinflussen?

 

Eine Langzeitstudie des Institutes für Sportwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität in Graz legt das zumindest nahe. Unter dem Titel „Rad-freundliche Stadt“ hat sie im Zeitraum von 2005 und 2009  die Einflussfaktoren auf die Nutzung des Fahrrads in Graz gemessen. Kernfrage war, wie sich das Fahrradverhalten der Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen verändert. Wichtiges Ergebnis der Studie war, dass ein Vorbild innerhalb des eigenen Haushalts einen statistisch messbaren Anstoß für die Verhaltensänderung – hin zu mehr Fahrradfahren – gegeben hat.

 

Zum anderen kann jede/r Einzelne durch seine Vorbildfunktion Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen – dies zeigt sich zum Beispiel beim individuellen Mobilitätsverhalten (Bild: Pixabay).

 

Wenn mal keine Vorbilder vorhanden sind
Individuelle Verantwortung verortet sich also einerseits beim politischen Engagement und andererseits bei individuellen Vorbildfunktionen. In Zeiten von Corona beispielsweise gestalten sich jedoch beide Optionen schwierig: Man hat weder die Möglichkeit, sich ohne weiteres politisch zu organisieren, und sichtbare Vorbilder am Arbeitsplatz stehen auch nicht zur Verfügung. Das kann jedoch Anlass dafür sein, sich über die potentiell eigene Vorbildfunktion klar zu werden. Es gilt aber: Nur wer selber von den eigenen Absichten und Handlungen überzeugt und motiviert ist, kann diese auch überzeugend nach außen tragen. Wenn man bei sich aber eine Lücke zwischen Intentionen und Handlungen ausmacht, gibt es Instrumente, daran etwas zu ändern. Um die eigenen Absichten zu untersuchen, empfiehlt es sich zu prüfen, welcher Art sie sind:

  1. Ist die Absicht in konkreten Zielen formuliert?
  2. Wie schwierig ist es, sie zu erfüllen?
  3. Kommt sie aus einer inneren Motivation, oder entspricht sie äußeren Erwartungen?
  4. Wie lange hat man die Absicht schon?

 

Im Anschluss an diese Prüfung hat es sich als sehr effektiv erwiesen, einen „Wenn-Dann-Plan“ aufzustellen:

  1. Visualisieren Sie das, was Sie erreichen wollen, so gut es geht. Gefühle spielen hier eine wichtige Rolle: Was empfinden Sie dabei?
  2. Was müssen Sie ganz konkret machen, um diesen Zustand zu erreichen?
  3. Es wird nicht immer alles optimal laufen: Welche Hindernisse kann es geben?
  4. Auch hier: Wie reagieren Sie ganz konkret auf diese Hindernisse?
  5. Machen Sie sich anschließend einen Wenn-Dann-Plan, sowohl für den Optimalfall als auch für die Momente, in denen es Hindernisse gibt.

Das Formulieren eines Wenn-Dann-Plans kann helfen, gesteckte Ziele zu erreichen (Bild: Unsplash).

 

Verantwortung erwächst aus dem Wissen um den Effekt auf die Umgebung
Motivation und Verantwortung hängen offenbar miteinander zusammen. Die Leitfrage des Textes könnte man abschließend auch folgendermaßen umformulieren: Wer steht in der Verantwortung, die Lücke zwischen Motivation und Handlung zu überbrücken? Die engere Frage, um die es hier ging, war: Inwiefern trägt das Individuum die Verantwortung, diese Lücke zwischen eigener Motivation und Handlung zu überwinden? Die Lücke zu überwinden heißt aber: genügend Motivation zu haben. Bevor man nun Verantwortung zuschreibt, sollte man jedoch immer einen Abgleich mit der Wirklichkeit machen. Denn Verantwortung hängt damit zusammen, was ein Individuum tatsächlich in der Welt bewirken kann. Kann ich mich zu einer Tätigkeit motivieren, die keinen Erfolg verspricht? Kann man von mir die Verantwortung dafür einfordern, die permanente Ausdehnung des Universums zu verhindern? Wohl eher nicht.

 

Daher gibt uns Bernward Gesang zwei Antworten auf die Frage nach der Verantwortung für den Klimaschutz: einerseits das politische Engagement als aktiver Bürger und andererseits die Vorbildfunktion für andere. Für beide Formen der Verantwortung gilt: Weil ich erwarten kann, dass ich mit meinen Handlungen einen tatsächlichen Effekt auf die Welt habe, kann ich entsprechend langfristig motiviert sein. Weil ich weiß, dass ich durch meine Vorbildfunktion einen Effekt auf die Menschen um mich herum habe, weiß ich auch, dass ich langfristig motiviert bleibe. Die Verantwortung für den Klimaschutz erwächst also aus dem Wissen um meinen Effekt auf meine Umgebung.

 

 

Literatur

Gesang, B.: Klimaethik, Berlin: Suhrkamp 2011, S. 182

 

Sheeran, P., & Webb, T. L.: The intention-behavior-gap, in: Social and personality psychology compass, 10(9), 2016, S. 503-518


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Autor: Jonas Böhmann



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      Gastbeitrag von Jonas Böhmann

       

      Der Vorsatz stimmt, aber es scheitert an der Umsetzung – diese Erfahrung dürften viele Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens schon einmal gemacht haben. In Zeiten des Klimawandels ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Mehrzahl der Menschen in Deutschland Klima- und Umweltschutz für wichtig erachten. Der Vorsatz ist also da, was sich zum Beispiel im Konsumverhalten der Deutschen äußert. Dennoch ist in anderen Bereichen des Lebens eine gegenläufige Tendenz zu beobachten. Nehmen wir das Reisen: Hier sind vor allem steigende Zahlen im Flugverkehr und bei der Schifffahrt zu beobachten.

       

      Der gute Vorsatz für das neue Jahr wird nicht immer umgesetzt (Bild: Unsplash).

       

      Doch woran liegt das? Liegt der Ball beim Individuum, „dem Endverbraucher“, wenn er seine Vorsätze in die Tat umsetzen will? Oder muss „die Politik“ die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit die individuelle Motivation auch tatsächlich zu Handlungen führen kann? Kurzum: Wer trägt die Verantwortung für den Klimaschutz? Bei dem Versuch, auf diese Frage eine Antwort zu finden, schlägt dieser Artikel einen Bogen: Ausgehend von der psychologischen Fragestellung geht er im nächsten Schritt auf die darunterliegende ethische Dimension ein, um dann wieder auf die Psychologie zurückzukommen.

       

      Die Lücke zwischen Vorsatz und Handlung
      Die Intentions-Handlungs-Lücke („value-action-gap“) bezeichnet die Diskrepanz zwischen den Absichten und tatsächlichen Handlungen eines Individuums (vgl. Sheeran & Webb 2016). Deshalb wurde die Umweltpsychologin Dr. Ellen Matthies in einem Interview gefragt, was die/der Einzelne machen könne, um an dieser Diskrepanz etwas zu verändern. Sie sieht, dass es Bereiche gibt, in denen individuelle Motivation durch Vorbilder funktioniert. Dennoch betont Matthies, dass die individuelle Motivation für den Klimaschutz oft an Rahmenbedingen scheitere: Die Politik stehe hier in der Plicht.

       

      Die Umweltpsychologin Dr. Elke Matthies plädiert dafür, Klimaschutz als etwas Positives zu begreifen (Bild: Pixabay).

       

      Doch welche Verantwortung können wir dem Individuum zuschreiben? Die komplette Verantwortung für den Klimaschutz können wir ihm schwerlich aufbürden, gar keine Verantwortung dürfte aber auch keine Lösung sein. Auf der Suche nach Antworten soll hier eine andere Disziplin weiterhelfen: die Ethik. Denn „Verantwortung“ und „Pflicht“ sind ethische Begriffe.

       

      Warum die Klimaethik weiterhelfen kann
      Der Duden sagt, Verantwortung ist die [mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Stellung verbundene] Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht“.

       

      Vereinfacht gesagt geht es bei Verantwortung also darum, das Notwendige und vor allem Richtige zu tun. Gegenstand der Klimaethik wiederum ist die allgemeine Frage, was dieses Richtige in Bezug auf den Klimawandel ist. Auch stellt die Klimaethik im Besonderen die Frage, welche Verantwortung allen Beteiligten hieraus erwächst. Und genau dies ist die thematische Schnittmenge mit dem vorliegenden Beitrag, der danach fragt, wer die Verantwortung für den Klimaschutz trägt.

       

      Das Klima ist kein isolierter Vorgang, es hat umfangreiche Auswirkungen auf die gesamte Umwelt (Bild: Unsplash).

       

      Themen der Klimaethik
      Zur Orientierung vorab eine grobe Darstellung der wichtigsten Themen der Klimaethik. Konsultiert man den Beitrag „Klimaethik“ von Prof. Dr. Bernward Gesang auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung, so zeigen sich drei große Themenblöcke: Der erste davon dreht sich um die Frage, inwiefern die Vermeidung von Treibhausgasemissionen ethisch geboten ist. Der zweite beinhaltet die ethische Diskussion über die nötigen Anpassungen an Schäden, welche durch den Klimawandel entstehen. Beim dritten Themenblock geht es um „Climate Engineering“: die ethische Erwägung, Sulfate in die Atmosphäre einzuspeisen, um damit eine Abkühlung derselben zu erzeugen.

       

      Neben diesen Themenblöcken gibt es allerdings noch zwei weitere wichtige Themen der Klimaethik: einerseits die Möglichkeiten individuellen Handelns im Klimawandel und andererseits die Voraussetzungen für gute Klimapolitik. Wir wollen das als Bestätigung sehen, dass die Frage nach der Verantwortung beim Klimaschutz auch außerhalb dieses Beitrags eine Rolle spielt.

       

      Wenn wir wissen, wo der Einzelne Einfluss nehmen kann, können wir bestimmen, welche Verantwortung daraus folgt (Bild: Unsplash).

       

      Individuelle Verantwortung in der Klimaethik
      Welche Verantwortung hat nun das Individuum? Welche sollte es sinnvollerweise überhaupt haben? Bernward Gesang, Philosophieprofessor für Wirtschaftsethik an der Universität Mannheim, gibt darauf zwei Antworten. Zunächst jedoch differenziert er die Arten der Einflussnahme. Denn erst, wenn wir feststellen, wo sinnvollerweise Einfluss genommen werden kann, können wir auch bestimmen, welche Verantwortung daraus folgt.

       

      Bernward zeigt sich nämlich skeptisch gegenüber den direkten Einflussmöglichkeiten von Einzelpersonen; dennoch betont er, dass das Individuum indirekt Einfluss nehmen könne – etwa durch politisches Engagement. Denn wenn der politische Rahmen das Problem sei, gelte es, ihn zu verändern. Das Individuum sei hier als politisch aktiver Bürger oder Wähler gefragt, den Rahmen für den Klimaschutz zu umzugestalten. Zum anderen könne sich das Individuum durch eine Vorbildfunktion motiviert fühlen, aktiven Klimaschutz zu betreiben. „Wer Wasser predigt und Wein trinkt, ist schließlich nicht glaubwürdig. Diese Wahrnehmung politischer Verpflichtungen ist aus Sicht einer indirekten Betrachtung ein vernünftiger Grund für individuelle Verhaltensänderungen.“ (Gesang 2011, S. 182)

       

      Individuelle Verantwortung lässt sich zum einen durch politisches Engagement wahrnehmen (Bild: Unsplash).

       

      Ein klimaethischer Vergleich: Dr. Ellen Matthies und die misson E
      Wenn man Gesangs Argumenten zustimmt, hat der oder die Einzelne also zwei Ebenen der Verantwortung: die als politisch aktiver Bürger und die als Vorbild für andere. Interessanterweise führt das zwei Standpunkte zusammen, von denen der eine bereits erwähnt wurde: der von Dr. Ellen Matthies. Im Zusammenhang mit den politischen Lösungen, die eine Alternative zu Autos anböten, beklagt sie: „Sie werden aber viel zu wenig eingefordert“. Unabhängig von den konkreten politischen Inhalten deutet sich hier eine also ein ganz ähnliche Haltung an wie bei Bernward Gesang, der eine Verantwortung des politisch aktiven Bürgers sieht.

       

      Ein Ansatz, der die Vorbildfunktion von Individuen aktivieren will, ist die mission E – eine Initiative, deren Ziel das energiebewusste Verhalten am Arbeitsplatz ist. Das leistet sie u.a., indem sie Multiplikatoren in Unternehmen und Verwaltungen gezielt für die Aufgabe der Nutzersensibilisierung und Nutzermotivation qualifiziert. Menschen, welche auf Grund ihres Engagements prädestiniert dafür sind, Vorbilder zu sein, werden in die Lage versetzt, ihre Kolleginnen und Kollegen langfristig, weil intrinsisch für das energiebewusste Verhalten am Arbeitsplatz zu motivieren. Sowohl die mission E als auch Dr. Ellen Matthies finden also Platz in Bernward Gesangs Ausführungen.

       

      Das Konzept der mission E basiert auf der Qualifizierung von Multiplikatoren in einer Verwaltung oder einem Unternehmen, die dann ihre Kollegen für das energiebewusste Verhalten sensibilisieren (Bild: panthermedia.net).

       

      Mobilität und Rahmenbedingungen
      Matthies betont zurecht, dass es die politischen Rahmenbedingungen sind, die individuelle Motivation steuern können. Konkretisieren wir das am Beispiel des Tempolimits: Würde die Politik über die Gesetzgebung bundesweit ein Tempolimit von beispielsweise 130 km/h einführen, wären alle Bundesbürger (aufgrund der drohenden Sanktionen) motiviert, unterhalb dieser Grenze zu bleiben. CO2-Emissionen würden eingespart, das Klima würde geschont.

       

      Neben solchen negativen Anreizen durch die Gesetzgebung sind in diesem Kontext vor allem positive Anreize interessant. Matthies nennt verschiedene: den Ausbau der Bahn, niedrigere Preise im Fernverkehr und bessere Bedingungen für die Fahrradmobilität. Auch hier kann man sich vorstellen, dass entsprechende Maßnahmen die individuelle Motivation befördern.

       

      Mobilität und Vorbilder
      Gibt es auch Potentiale bei der individuellen Nutzermotivation? Denn gemäß eines „Portfolio“-Ansatzes in der Klimaethik lohnt es sich, möglichst viele Wege des Klimaschutzes zu realisieren.

       

      Nach dem Portfolioansatz sollte man nicht alles auf ein Pferd setzen (Bild: Unsplash).

       

      Der Portfoliobegriff kommt aus der Investmentbranche. Er beschreibt die Idee, eine Geldanlage so vielfältig zu streuen, dass das Gefahr das Geld zu verlieren, gesenkt wird. Ein Beispiel: Wenn ich mein ganzes Geld jederzeit in einem Sack mit mir herumtrage, habe ich ein größeres Risiko, all mein Geld zu verlieren, als wenn ich einen Stapel unter das Bett lege, einen weiteren im Banksafe und den Rest in meinem Portemonnaie verstaue. Übertragen auf unseren Kontext heißt das: Je mehr Strategien zum Klimaschutz effektiv eingesetzt werden können, desto geringer ist das Risiko einer Erderwärmung um über 2 Grad Celsius.

       

      Wir erinnern uns: Verantwortung hängt damit zusammen, was man als Individuum tatsächlich beeinflussen kann. Bei der mission E lässt sich ein messbarer Einfluss auf die Energiebilanz von Betrieben und Verwaltungen nachweisen. Innerhalb eines Betriebes funktioniert eine freiwillige Motivation durch Vorbilder also gut. Doch wie gut funktioniert eine Vorbildfunktion auch „auf der Straße“? Lässt sich das Mobilitätsverhalten durch Vorbilder ebenfalls beeinflussen?

       

      Eine Langzeitstudie des Institutes für Sportwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität in Graz legt das zumindest nahe. Unter dem Titel „Rad-freundliche Stadt“ hat sie im Zeitraum von 2005 und 2009  die Einflussfaktoren auf die Nutzung des Fahrrads in Graz gemessen. Kernfrage war, wie sich das Fahrradverhalten der Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen verändert. Wichtiges Ergebnis der Studie war, dass ein Vorbild innerhalb des eigenen Haushalts einen statistisch messbaren Anstoß für die Verhaltensänderung – hin zu mehr Fahrradfahren – gegeben hat.

       

      Zum anderen kann jede/r Einzelne durch seine Vorbildfunktion Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen – dies zeigt sich zum Beispiel beim individuellen Mobilitätsverhalten (Bild: Pixabay).

       

      Wenn mal keine Vorbilder vorhanden sind
      Individuelle Verantwortung verortet sich also einerseits beim politischen Engagement und andererseits bei individuellen Vorbildfunktionen. In Zeiten von Corona beispielsweise gestalten sich jedoch beide Optionen schwierig: Man hat weder die Möglichkeit, sich ohne weiteres politisch zu organisieren, und sichtbare Vorbilder am Arbeitsplatz stehen auch nicht zur Verfügung. Das kann jedoch Anlass dafür sein, sich über die potentiell eigene Vorbildfunktion klar zu werden. Es gilt aber: Nur wer selber von den eigenen Absichten und Handlungen überzeugt und motiviert ist, kann diese auch überzeugend nach außen tragen. Wenn man bei sich aber eine Lücke zwischen Intentionen und Handlungen ausmacht, gibt es Instrumente, daran etwas zu ändern. Um die eigenen Absichten zu untersuchen, empfiehlt es sich zu prüfen, welcher Art sie sind:

      1. Ist die Absicht in konkreten Zielen formuliert?
      2. Wie schwierig ist es, sie zu erfüllen?
      3. Kommt sie aus einer inneren Motivation, oder entspricht sie äußeren Erwartungen?
      4. Wie lange hat man die Absicht schon?

       

      Im Anschluss an diese Prüfung hat es sich als sehr effektiv erwiesen, einen „Wenn-Dann-Plan“ aufzustellen:

      1. Visualisieren Sie das, was Sie erreichen wollen, so gut es geht. Gefühle spielen hier eine wichtige Rolle: Was empfinden Sie dabei?
      2. Was müssen Sie ganz konkret machen, um diesen Zustand zu erreichen?
      3. Es wird nicht immer alles optimal laufen: Welche Hindernisse kann es geben?
      4. Auch hier: Wie reagieren Sie ganz konkret auf diese Hindernisse?
      5. Machen Sie sich anschließend einen Wenn-Dann-Plan, sowohl für den Optimalfall als auch für die Momente, in denen es Hindernisse gibt.

      Das Formulieren eines Wenn-Dann-Plans kann helfen, gesteckte Ziele zu erreichen (Bild: Unsplash).

       

      Verantwortung erwächst aus dem Wissen um den Effekt auf die Umgebung
      Motivation und Verantwortung hängen offenbar miteinander zusammen. Die Leitfrage des Textes könnte man abschließend auch folgendermaßen umformulieren: Wer steht in der Verantwortung, die Lücke zwischen Motivation und Handlung zu überbrücken? Die engere Frage, um die es hier ging, war: Inwiefern trägt das Individuum die Verantwortung, diese Lücke zwischen eigener Motivation und Handlung zu überwinden? Die Lücke zu überwinden heißt aber: genügend Motivation zu haben. Bevor man nun Verantwortung zuschreibt, sollte man jedoch immer einen Abgleich mit der Wirklichkeit machen. Denn Verantwortung hängt damit zusammen, was ein Individuum tatsächlich in der Welt bewirken kann. Kann ich mich zu einer Tätigkeit motivieren, die keinen Erfolg verspricht? Kann man von mir die Verantwortung dafür einfordern, die permanente Ausdehnung des Universums zu verhindern? Wohl eher nicht.

       

      Daher gibt uns Bernward Gesang zwei Antworten auf die Frage nach der Verantwortung für den Klimaschutz: einerseits das politische Engagement als aktiver Bürger und andererseits die Vorbildfunktion für andere. Für beide Formen der Verantwortung gilt: Weil ich erwarten kann, dass ich mit meinen Handlungen einen tatsächlichen Effekt auf die Welt habe, kann ich entsprechend langfristig motiviert sein. Weil ich weiß, dass ich durch meine Vorbildfunktion einen Effekt auf die Menschen um mich herum habe, weiß ich auch, dass ich langfristig motiviert bleibe. Die Verantwortung für den Klimaschutz erwächst also aus dem Wissen um meinen Effekt auf meine Umgebung.

       

       

      Literatur

      Gesang, B.: Klimaethik, Berlin: Suhrkamp 2011, S. 182

       

      Sheeran, P., & Webb, T. L.: The intention-behavior-gap, in: Social and personality psychology compass, 10(9), 2016, S. 503-518

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Die Verarbeitung personenbezogener Daten, beispielsweise des Namens, der Anschrift, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einer betroffenen Person, erfolgt stets im Einklang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung und in Übereinstimmung mit den für die EnergieAgentur.NRW GmbH geltenden landesspezifischen Datenschutzbestimmungen. Mittels dieser Datenschutzerklärung möchte unser Unternehmen die Öffentlichkeit über Art, Umfang und Zweck der von uns erhobenen, genutzten und verarbeiteten personenbezogenen Daten informieren. Ferner werden betroffene Personen mittels dieser Datenschutzerklärung über die ihnen zustehenden Rechte aufgeklärt.

Die EnergieAgentur.NRW GmbH hat als für die Verarbeitung Verantwortlicher zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um einen möglichst lückenlosen Schutz der über diese Internetseite verarbeiteten personenbezogenen Daten sicherzustellen. Dennoch können Internetbasierte Datenübertragungen grundsätzlich Sicherheitslücken aufweisen, sodass ein absoluter Schutz nicht gewährleistet werden kann. Aus diesem Grund steht es jeder betroffenen Person frei, personenbezogene Daten auch auf alternativen Wegen, beispielsweise telefonisch, an uns zu übermitteln.

NAME UND KONTAKTDATEN DES VERANTWORTLICHEN
Diese Datenschutzerklärung informiert über die Verarbeitung personenbezogener Daten auf der Webseite von: 
EnergieAgentur.NRW GmbH
Roßstr. 92
40476 Düsseldorf
Deutschland
Tel.: 0211 866420
E-Mail: webredaktion@energieagentur.nrw
Website: www.energieagentur.nrw

Der Datenschutzbeauftragte des Unternehmens ist unter nachstehenden Kontaktdaten erreichbar:

Berthold Weghaus
TÜV NORD AG
Am Technologiepark 1
45307 Essen
Deutschland
Tel.: 0201 8252165
E-Mail: privacy@energieagentur.nrw

Jede betroffene Person kann sich jederzeit bei allen Fragen und Anregungen zum Datenschutz direkt an unseren Datenschutzbeauftragten wenden.

UMFANG UND ZWECK DER VERARBEITUNG PERSONENBEZOGENER DATEN

Aufruf der Webseite
Beim Aufruf dieser Webseite www.energieagentur.nrw werden durch den Internet-Browser, den der Besucher verwendet, automatisch Daten an den Server dieser Webseite gesendet und zeitlich begrenzt in einer Protokolldatei (Logfile) gespeichert. Bis zur automatischen Löschung werden nachstehende Daten ohne weitere Eingabe des Besuchers gespeichert:

IP-Adresse des Endgeräts des Besuchers, Datum und Uhrzeit des Zugriffs durch den Besucher, Name und URL der vom Besucher aufgerufenen Seite, Webseite, von der aus der Besucher auf die Unternehmenswebseite gelangt (sog. Referrer-URL), Browser und Betriebssystem des Endgeräts des Besuchers sowie der Name des vom Besucher verwendeten Access-Providers.

Die Verarbeitung dieser personenbezogenen Daten ist gem. Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO gerechtfertigt. Das Unternehmen hat ein berechtigtes Interesse an der Datenverarbeitung zu dem Zweck, die Verbindung zur Webseite des Unternehmens zügig aufzubauen, eine nutzerfreundliche Anwendung der Webseite zu ermöglichen, die Sicherheit und Stabilität der Systeme zu erkennen und zu gewährleisten und die Administration der Webseite zu erleichtern und zu verbessern.

Die Verarbeitung erfolgt ausdrücklich nicht zu dem Zweck, Erkenntnisse über die Person des Besuchers der Webseite zu gewinnen.

WEITERGABE VON DATEN
Personenbezogene Daten werden an Dritte übermittelt, wenn nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. a) DSGVO durch die betroffene Person ausdrücklich dazu eingewilligt wurde, die Weitergabe nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist und kein Grund zur Annahme besteht, dass die betroffene Person ein überwiegendes schutzwürdiges Interesse an der Nichtweitergabe ihrer Daten hat, für die Datenübermittlung nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. c) DSGVO eine gesetzliche Verpflichtung besteht, und/oder dies nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. b) DSGVO für die Erfüllung eines Vertragsverhältnisses mit der betroffenen Person erforderlich ist.

In anderen Fällen werden personenbezogene Daten nicht an Dritte weitergegeben.

COOKIES 

Auf der Webseite werden sog. Cookies eingesetzt. Das sind Datenpakete, die zwischen dem Server der Unternehmenswebseite und dem Browser des Besuchers ausgetauscht werden. Diese werden beim Besuch der Webseite von den jeweils verwendeten Geräten (PC, Notebook, Tablet, Smartphone etc.) gespeichert. Cookies können insoweit keine Schäden auf den verwendeten Geräten anrichten. Insbesondere enthalten sie keine Viren oder sonstige Schadsoftware. In den Cookies werden Informationen abgelegt, die sich jeweils im Zusammenhang mit dem spezifisch eingesetzten Endgerät ergeben. Das Unternehmen kann damit keinesfalls unmittelbar Kenntnis von der Identität des Besuchers der Webseite erhalten.

Der Einsatz von Cookies dient dazu, die Nutzung des Webangebots des Unternehmens komfortabler zu gestalten. So kann beispielsweise anhand von Session-Cookies nachvollzogen werden, ob der Besucher einzelne Seiten der Webseite bereits besucht hat. Nach Verlassen der Webseite werden diese Session-Cookies automatisch gelöscht.

Zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit werden temporäre Cookies eingesetzt. Sie werden für einen vorübergehenden Zeitraum auf dem Gerät des Besuchers gespeichert. Bei erneutem Besuch der Webseite wird automatisch erkannt, dass der Besucher die Seite bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgerufen hat und welche Eingaben und Einstellungen dabei vorgenommen wurden, um diese nicht wiederholen zu müssen.

Der Einsatz von Cookies erfolgt außerdem, um die Aufrufe der Webseite zu statistischen Zwecken und zum Zwecke der Verbesserung des Angebotes zu analysieren. Diese Cookies ermöglichen es, bei einem erneuten Besuch automatisch zu erkennen, dass die Webseite bereits zuvor vom Besucher aufgerufen wurde. Hier erfolgt nach einer jeweils festgelegten Zeit eine automatische Löschung der Cookies.

Die durch Cookies verarbeiteten Daten sind für die o. g. Zwecke zur Wahrung der berechtigten Interessen des Unternehmens nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO gerechtfertigt.

Cookies werden nach den Grundeinstellungen der Browser größtenteils akzeptiert. Die Browsereinstellungen können so eingerichtet werden, dass Cookies entweder auf den verwendeten Geräten nicht akzeptiert werden, oder dass jeweils ein besonderer Hinweis erfolgt, bevor ein neuer Cookie angelegt wird. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass die Deaktivierung von Cookies dazu führen kann, dass nicht alle Funktionen der Webseite bestmöglich genutzt werden können.

ANALYSE-DIENSTE FÜR WEBSEITEN, TRACKING

Tracking-Tools 
Die im Folgenden aufgeführten und von uns eingesetzten Tracking-Maßnahmenwerden auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO durchgeführt. Mit den zum Einsatz kommenden Tracking-Maßnahmen wollen wir eine bedarfsgerechte Gestaltung und die fortlaufende Optimierung unserer Webseite sicherstellen. Zum anderen setzen wir die Tracking-Maßnahmen ein, um die Nutzung unserer Webseite statistisch zu erfassen und zum Zwecke der Optimierung unseres Angebotes für Sie auszuwerten. Diese Interessen sind als berechtigt im Sinne der vorgenannten Vorschrift anzusehen. Die jeweiligen Datenverarbeitungszwecke und Datenkategorien sind aus den entsprechenden Tracking-Tools zu entnehmen.

GOOGLE ANALYTICS

Zum Zwecke der bedarfsgerechten Gestaltung und fortlaufenden Optimierung unserer Seiten nutzen wir Google Analytics, ein Webanalysedienst der Google Inc. (1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA; im Folgenden „Google“). In diesem Zusammenhang werden pseudonymisierte Nutzungsprofile erstellt und Cookies (siehe unter Ziff. 4) verwendet. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Webseite wie 

  • Browser-Typ/-Version,
  • verwendetes Betriebssystem,
  • Referrer-URL (die zuvor besuchte Seite),
  • Hostname des zugreifenden Rechners (IP-Adresse), 
  • Uhrzeit der Serveranfrage,

werden an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Die Informationen werden verwendet, um die Nutzung der Webseite auszuwerten, um Reports über die Webeitenaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Webseitennutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu Zwecken der Marktforschung und bedarfsgerechten Gestaltung dieser Internetseiten zu erbringen. Auch werden diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag verarbeiten. Es wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Die IP-Adressen werden anonymisiert, so dass eine Zuordnung nicht möglich ist (IP-Masking). 

Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung der Browser-Software verhindern; wir weisen jedoch darauf hin, dass in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Webseite vollumfänglich genutzt werden können. 

Sie können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Webseite bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem Sie ein  Browser-Add-on herunterladen und installieren.

Alternativ zum Browser-Add-on, insbesondere bei Browsern auf mobilen Endgeräten, können Sie die Erfassung durch Google Analytics zudem verhindern, indem Sie auf diesen Link klicken:

Google Analytics deaktivieren

Es wird ein Opt-out-Cookie gesetzt, das die zukünftige Erfassung Ihrer Daten beim Besuch dieser Webseite verhindert. Der Opt-out-Cookie gilt nur in diesem Browser und nur für unsere Webseite und wird auf Ihrem Gerät abgelegt. Löschen Sie die Cookies in diesem Browser, müssen Sie das Opt-out-Cookie erneut setzen.

Weitere Informationen zum Datenschutz im Zusammenhang mit Google Analytics finden Sie etwa in der Google Analytics-Hilfe.

Google Adwords Conversion Tracking
Um die Nutzung unserer Webseite statistisch zu erfassen und zum Zwecke der Optimierung unserer Webseite für Sie auszuwerten, nutzen wir ferner das Google Conversion Tracking. Dabei wird von Google Adwords ein Cookie (siehe Ziffer 4) auf Ihrem Rechner gesetzt, sofern Sie über eine Google-Anzeige auf unsere Webseite gelangt sind. 

Diese Cookies verlieren nach 30 Tagen ihre Gültigkeit und dienen nicht der persönlichen Identifizierung. Besucht der Nutzer bestimmte Seiten der Webseite des Adwords-Kunden und das Cookie ist noch nicht abgelaufen, können Google und der Kunde erkennen, dass der Nutzer auf die Anzeige geklickt hat und zu dieser Seite weitergeleitet wurde.

Jeder Adwords-Kunde erhält ein anderes Cookie. Cookies können somit nicht über die Webseiten von Adwords-Kunden nachverfolgt werden. Die mithilfe des Conversion-Cookies eingeholten Informationen dienen dazu, Conversion-Statistiken für Adwords-Kunden zu erstellen, die sich für Conversion-Tracking entschieden haben. Die Adwords-Kunden erfahren die Gesamtanzahl der Nutzer, die auf ihre Anzeige geklickt haben und zu einer mit einem Conversion-TrackingTag versehenen Seite weitergeleitet wurden. Sie erhalten jedoch keine Informationen, mit denen sich Nutzer persönlich identifizieren lassen. 

Wenn Sie nicht an dem Tracking-Verfahren teilnehmen möchten, können Sie auch das hierfür erforderliche Setzen eines Cookies ablehnen – etwa per Browser-Einstellung, die das automatische Setzen von Cookies generell deaktiviert. Sie können Cookies für Conversion-Tracking auch deaktivieren, indem Sie Ihren Browser so einstellen, dass Cookies von der Domain „www.googleadservices.com“ blockiert werden. Googles Datenschutzbelehrung zum Conversion-Tracking finden Sie hier: services.google.com/sitestats/de.html.

Doubleclick by Google
DoubleClick ist eine Dienstleistung von Google. DoubleClick verwendet Cookies um für Sie relevante Werbeanzeigen in Ihrem Browser zu präsentieren. Dabei wird dem Browser eine pseudonyme Identifikationsnummer (ID) zugeordnet, um zu überprüfen, welche Anzeigen bereits eingeblendet wurden. 

Die Cookies enthalten keine personenbezogenen Informationen. Die Verwendung der DoubleClick-Cookies ermöglicht Google und seinen Partner-Webseiten lediglich die Schaltung von Anzeigen auf Basis vorheriger Besuche auf unserer oder anderen Webseiten im Internet. Die durch die Cookies erzeugten Informationen werden von Google zur Auswertung an einen Server in den USA übertragen und dort gespeichert. Eine Übertragung der Daten durch Google an Dritte findet nur aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder im Rahmen der Auftragsdatenverarbeitung statt. 

Durch die Nutzung unserer Webseiten erklären Sie sich mit der Verarbeitung der Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise zu dem genannten Zweck einverstanden. Wenn Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, können Sie dies über Ihre Browser-Einstellungen verhindern. Alternativ können Sie unter dem folgenden Link das unter dem Punkt „Erweiterung zur DoubleClick-Deaktivierung“ verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: google.com/settings/ads/plugin?hl=de.

Sharing-Funktionen von AddThis
Innerhalb unseres Onlineangebotes wird der Dienst "AddThis" (1595 Spring Hill Rd Suite 300 Vienna, VA 22182, USA) zum Teilen von Inhalten dieses Onlineangebotes innerhalb sozialer Netzwerke eingesetzt (sog. Sharing). AddThis nutzt die personenbezogenen Informationen der Nutzer für die Zurverfügungstellung und das Ausführen der Sharing-Funktionen. Darüber hinaus kann AddThis pseudonyme Informationen der Nutzer zu Marketingzwecken nutzen. Diese Daten werden mithilfe von sog. "Cookie"-Textdateien auf dem Computer der Nutzer gespeichert. Datenschutzerklärung: http://www.addthis.com/privacy, Opt-Out: http://www.addthis.com/privacy/opt-out.


SOCIAL MEDIA

Wir bieten Ihnen auf unserer Webseite die Möglichkeit der Nutzung von sog. „Social Plugins“ der Unternehmen:

  • Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA; Den Link zur Datenschutzerklärung von Facebook finden Sie hier: https://de-de.facebook.com/policy.php
  • „Tweet“-Schaltfläche von Twitter Inc., 795 Folsom St., Suite 600, San Francisco, CA 94107, USA; Den Link zur Datenschutzerklärung von Twitter finden Sie hier:https://twitter.com/de/privacy
  • „Share-Button“ von XING AG, Gänsemarkt 43, 20354 Hamburg, Deutschland. Den Link zur Datenschutzerklärung von XING finden Sie hier: https://privacy.xing.com/de/datenschutz

EINGEBETTETE YOUTUBE-VIDEOS 

Auf einigen unserer Webseiten betten wir Youtube-Videos ein. Betreiber der entsprechenden Plugins ist die YouTube, LLC, 901 Cherry Ave., San Bruno, CA 94066, USA. Wenn Sie eine Seite mit dem YouTube-Plugin besuchen, wird eine Verbindung zu Servern von Youtube hergestellt. Dabei wird Youtube mitgeteilt, welche Seiten Sie besuchen. Wenn Sie in Ihrem Youtube-Account eingeloggt sind, kann Youtube Ihr Surfverhalten Ihnen persönlich zuzuordnen. Dies verhindern Sie, indem Sie sich vorher aus Ihrem Youtube-Account ausloggen.

Wird ein Youtube-Video gestartet, setzt der Anbieter Cookies ein, die Hinweise über das Nutzerverhalten sammeln.

Wer das Speichern von Cookies für das Google-Ad-Programm deaktiviert hat, wird auch beim Anschauen von Youtube-Videos mit keinen solchen Cookies rechnen müssen. Youtube legt aber auch in anderen Cookies nicht-personenbezogene Nutzungsinformationen ab. Möchten Sie dies verhindern, so müssen Sie das Speichern von Cookies im Browser blockieren.

Weitere Informationen zum Datenschutz bei „Youtube“ finden Sie in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter: google.de/intl/de/policies/privacy/

Soweit Ihre personenbezogenen Daten anlässlich des Besuchs unserer Webseite verarbeitet werden, stehen Ihnen als „betroffene Person“ im Sinne der DSGVO folgende Rechte zu:

Auskunft
Sie können von uns gemäß Art. 15 DSGVO Auskunft darüber verlangen, ob personenbezogene Daten von Ihnen bei uns verarbeitet werden. Das Auskunftsrecht ist ausgeschlossen, wenn die Daten nur deshalb gespeichert sind, weil sie aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Aufbewahrungsfristen nicht gelöscht werden dürfen oder ausschließlich Zwecken der Datensicherung oder der Datenschutzkontrolle dienen, sofern die Auskunftserteilung einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordern würde und die Verarbeitung zu anderen Zwecken durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ausgeschlossen ist. Sofern in Ihrem Fall das Auskunftsrecht nicht ausgeschlossen ist und Ihre personenbezogenen Daten von uns verarbeitet werden, können Sie von uns Auskunft über folgende Informationen verlangen:

Berichtigung und Vervollständigung
Sofern Sie feststellen, dass uns unrichtige personenbezogene Daten von Ihnen vorliegen, können Sie von uns gemäß Art. 16 DSGVO die unverzügliche Berichtigung dieser unrichtigen Daten verlangen. Bei unvollständigen Sie betreffenden personenbezogenen Daten können sie die Vervollständigung verlangen.

Löschung
Sie haben gemäß Art. 17 DSGVO ein Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“), sofern die Verarbeitung nicht zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, des Rechts auf Information oder zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung oder zur Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt, erforderlich ist und einer der nachstehenden Gründe zutrifft:

Kein Anspruch auf Löschung besteht, wenn die Löschung im Falle rechtmäßiger nicht automatisierter Datenverarbeitung wegen der besonderen Art der Speicherung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich und Ihr Interesse an der Löschung gering ist. In diesem Fall tritt an die Stelle einer Löschung die Einschränkung der Verarbeitung.

Einschränkung der Verarbeitung
Sie können von uns gemäß Art. 18 DSGVO die Einschränkung der Verarbeitung verlangen, wenn einer der nachstehenden Gründe zutrifft:

Einschränkung der Verarbeitung bedeutet, dass die personenbezogenen Daten nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsan­sprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses verarbeitet werden. Bevor wir die Einschränkung aufheben, haben wir die Pflicht, Sie darüber zu unterrichten.

Datenübertragbarkeit
Sie haben gemäß Art. 20 DSGVO ein Recht auf Datenübertragbarkeit, sofern die Verarbeitung auf Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. a) oder Art. 9 Abs. 2 Buchst. a) DSGVO) oder auf einem Vertrag beruht, dessen Vertragspartei Sie sind und die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt. Das Recht auf Datenübertragbarkeit beinhaltet in diesem Fall folgende Rechte, sofern hierdurch nicht die Rechte und Freiheiten anderer Personen beeinträchtigt werden: Sie können von uns verlangen, die personenbezogenen Daten, die Sie uns bereit gestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Sie haben das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung unserseits zu übermitteln. Soweit technisch machbar, können Sie von uns verlangen, dass wir Ihre personenbezogenen Daten direkt an einen anderen Verantwortlichen übermitteln.

Widerspruch
Sofern die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. e) DSGVO (Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse oder in Ausübung öffentlicher Gewalt) oder auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. f) DSGVO (berechtigtes Interesse des Verantwortlichen oder eines Dritten) beruht, haben Sie gemäß Art. 21 DSGVO das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten Widerspruch einzulegen. Das gilt auch für ein auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Buchst. e) oder Buchst. f) DSGVO gestütztes Profiling. Nach Ausübung des Widerspruchsrechts verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

Sie können jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zu Zwecken der Direktwerbung einlegen. Das gilt auch für ein Profiling, das mit einer solchen Direktwerbung in Verbindung steht. Nach Ausübung dieses Widerspruchsrechts werden wir die betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr für Zwecke der Direktwerbung verwenden.

Sie haben die Möglichkeit, den Widerspruch telefonisch, per E-Mail, ggf. per Telefax oder an unsere zu Beginn dieser Datenschutzerklärung aufgeführte Postadresse unseres Unternehmens formlos mitzuteilen.

Widerruf einer Einwilligung
Sie haben gemäß Art. 7 Abs. 3 DSGVO das Recht, eine erteilte Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen. Der Widerruf der Einwilligung kann telefonisch, per E-Mail, ggf. per Telefax oder an unsere Postadresse formlos mitgeteilt werden. Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung, die aufgrund der Einwilligung bis zum Eingang des Widerrufs erfolgt ist, nicht berührt. Nach Eingang des Widerrufs wird die Datenverarbeitung, die ausschließlich auf Ihrer Einwilligung beruhte, eingestellt.

Beschwerde
Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten rechtswidrig ist, können Sie gemäß Art. 77 DSGVO Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde für den Datenschutz einlegen, die für den Ort Ihres Aufenthaltes oder Arbeitsplatzes oder für den Ort des mutmaßlichen Verstoßes zuständig ist.

DATENSICHERHEIT
Wir verwenden innerhalb des Webseite-Besuchs das verbreitete SSL-Verfahren (Secure Socket Layer) in Verbindung mit der jeweils höchsten Verschlüsselungsstufe, die von Ihrem Browser unterstützt wird. In der Regel handelt es sich dabei um eine 256 Bit Verschlüsselung. Falls Ihr Browser keine 256-Bit Verschlüsselung unterstützt, greifen wir stattdessen auf 128-Bit v3 Technologie zurück. Ob eine einzelne Seite unseres Internetauftrittes verschlüsselt übertragen wird, erkennen Sie an der geschlossenen Darstellung des Schüssel- beziehungsweise Schloss-Symbols in der unteren Statusleiste Ihres Browsers. 

Wir bedienen uns im Übrigen geeigneter technischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen, um Ihre Daten gegen zufällige oder vorsätzliche Manipulationen, teilweisen oder vollständigen Verlust, Zerstörung oder gegen den unbefugten Zugriff Dritter zu schützen. Unsere Sicherheitsmaßnahmen werden entsprechend der technologischen Entwicklung fortlaufend verbessert.

STAND UND AKTUALISIERUNG DIESER DATENSCHUTZERKLÄRUNG
Diese Datenschutzerklärung hat den Stand vom 23. Mai 2018. 

Durch die Weiterentwicklung unserer Webseite und Angebote darüber oder aufgrund geänderter gesetzlicher beziehungsweise behördlicher Vorgaben kann es notwendig werden, diese Datenschutzerklärung zu ändern.

Wir erheben, verarbeiten und nutzen die von Ihnen zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten nur für den Zweck der Kommentierung auf dieser Website, es sei denn, dass - wir Sie auf die weitergehenden Zwecke explizit hingewiesen und Sie in eine solche Verwendung eingewilligt haben - die Verarbeitung zu einem Zweck erfolgt, der in direktem Zusammenhang mit dem ursprünglichen Zweck steht, zu dem die personenbezogenen Daten erhoben wurden, - die Verarbeitung auf eine rechtliche Verpflichtung oder behördliche oder gerichtliche Anordnung hin erfolgt, oder - zur Begründung oder zum Schutz rechtlicher Ansprüche oder zur Abwehr von rechtswidrigen Aktivitäten. Ihre personenbezogenen Daten werden wir an Dritte weder verkaufen oder vermarkten noch aus sonstigen Gründen weitergeben.
Ich willige hiermit ein, dass die EnergieAgentur.NRW, Roßstr. 92, 40476 Düsseldorf, meine personenbezogenen Daten zum Zwecke der Kommentierung erheben, verarbeiten und nutzen darf. Mir ist bekannt, dass meine Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerruflich ist.

Ich habe die vorgenannten Informationen zum Datenschutz sowie die Datenschutzerklärung , mit dortigen Hinweisen zum Kontaktformular und zur Einwilligung, gelesen und zur Kenntnis genommen.

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